Im Zuge des Reformdrucks von Seiten der Bundesländer plant die ARD eine umfassende Reduktion ihres Hörfunkangebots. Nach Informationen der Bild-Zeitung sollen bis 2027 insgesamt 17 der derzeit 70 Radioprogramme eingestellt werden. Ziel ist eine Verschlankung auf maximal 53 Sender, um dem politischen Druck zur Haushaltskonsolidierung nachzukommen.
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Die Ministerpräsidenten hatten im vergangenen Jahr eine geplante Erhöhung der Rundfunkgebühren abgelehnt und stattdessen Einsparungen gefordert. Die ARD-Intendanten beraten derzeit in Bremen über die konkrete Umsetzung dieser Vorgaben. Besonders betroffen sind Spartensender mit thematischer Überschneidung. Schlagerwellen von BR, NDR und MDR, Jugendprogramme wie «Sputnik» oder «Das Ding» sowie Formate wie «BR Heimat» und «Blue» stehen auf dem Prüfstand.
Noch unklar ist, ob die betroffenen Angebote komplett eingestellt oder lediglich auf digitale Formate wie Streams und Podcasts reduziert werden.