Wer den aktuellen Newsletter von Mattea Meyer und Cédric Wermuth gelesen hat, durfte schmunzeln. Darin steht: «In vielen Städten werden Häuser abgerissen oder totalsaniert – mit einem klaren Ziel: Danach sollen massiv höhere Mieten verlangt werden. Wer sich das nicht leisten kann, verliert seine Wohnung. Damit muss Schluss sein!»
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Ja wer ist denn wirklich schuld daran?
Sind es nicht gerade die Linken, also SP und Grüne, welche die Häuser mit ihren «Netto-null-Emissionen bis 2040» zum Sanierungsfall machen?
Um diese Ziele zu erreichen, sind teure Gebäudesanierungen notwendig, zumal es gerade die Linken sind, die auf Stromeffizienz setzen. Liegenschaften mit schlechtem Standard müssen umfassend überholt werden. Das bedeutet Fassadendämmung, Fenster, Dächer und Keller erneuern. Nicht zu vergessen die Heiztechnik – denn bis 2040 hat der Ausstieg aus den fossilen Wärmeerzeugern zu erfolgen.
Den Linken kann es hier nicht schnell genug vorwärtsgehen, das zeigen entsprechende Vorstösse im Parlament, in denen Linke die Verzögerungen bei der Umsetzung des Klima- und Innovations-Gesetzes beanstanden. Das Erreichen der geforderten Klimaziele in so kurzer Zeit ist eine Herausforderung, und zwar nicht nur für die Investoren, die viel Geld aufwerfen müssen, sondern auch für die Mieter, die sich ihre bis anhin kostengünstigen Wohnungen nach den energetischen Anpassungen oftmals nicht mehr leisten können.
Die ambitionierten Klimaziele der Schweiz haben zwar eine verschwindend geringe Auswirkung auf die globale Erderwärmung – dafür aber immense finanzielle Auswirkungen auf den Geldbeutel der Bevölkerung.