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SP-Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider heuert ihren Parteifreund Roger Nordmann an – und sagt, dass das Mandat nichts mit der Parteizugehörigkeit zu tun habe

Roger Nordmann soll Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider beim elektronischen Patientendossier beraten. Die Beratungsagentur des früheren SP-Nationalrats unterstützt das Innendepartement der SP-Bundesrätin. Die CH-Media-Zeitungen hatten zuerst darüber berichtet.

Warum der vermeintliche Energieexperte – Nordmanns Energiewende-Visionen haben sich allesamt als falsch erwiesen – sich plötzlich in der Gesundheitspolitik auskennen soll, bleibt für Aussenstehende ein Rätsel.

© KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Bundesraetin Elisabeth Baume-Schneider, links, und Roger Nordmann, SP-VD, rechts, warten waehrend der Auszaehlung der anwesenden Parlamentarier (die Zaehlung wurde muendlich durchgefuehrt, weil das Abstimmungssystem ausgefallen ist), am Dienstag, 16
© KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Er selbst sieht es als Vorteil an, dass er sich als Langzeit-Nationalrat in dieses Dossier nicht vertieft habe. «Ich kann alles von Grund auf hinterfragen.» Die Anwaltskanzlei Homburger hat ähnlich argumentiert, als sie die frühere VBS-Chefin Viola Amherd beim Kaufvertrag über die F-35-Jets beraten hat.

Man habe bei US-amerikanischem sowie zwischenstaatlichem Recht «keine Expertise», hatten die Luxus-Anwälte deklariert. Beste Voraussetzungen, alles von Grund auf zu hinterfragen? Leider nein: Die Mehrkosten der F-35-Beschaffung müssen jetzt die Steuerzahler übernehmen und nicht der Hersteller, wie Homburger beraten hatte.

Die Mandatsbeziehung zwischen der SP-Bundesrätin und ihrem Parteigenossen sollen derweil besser – hoffentlich auch günstiger – enden. Nordmann habe viel Erfahrung im Umgang mit komplexen Dossiers, heisst es. Und: Die Parteizugehörigkeit Nordmanns habe für das Mandat keine Rolle gespielt, lässt Baume-Schneider ausrichten.

Solche dreisten Vorwände könnten sich bürgerliche Bundesräte nicht leisten. Als Finanzministerin Karin Keller-Sutter einen HSG-Professor damit beauftragte, einen Bericht über die Bankenregulierung zu verfassen, waren linke Medien entsetzt, weil das zuständige Forschungsinstitut über Jahre hin Sponsorenbeiträge von der Credit Suisse erhalten habe.

«Keller-Sutters umstrittener Gutachter macht milde Vorschläge für die Megabank», titelte der Tages-Anzeiger. Über die Pöstchen-Vergabe unter linken Parteigenossen konnte man im Tagi bis jetzt noch nichts lesen – und das wird wohl auch so bleiben.

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