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Sorgen vor einer Stagflation? Konjunktur in EU-Ländern verschlechtert sich

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Sorgen vor einer Stagflation? Konjunktur in EU-Ländern verschlechtert sich
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Die Konjunktur in der Euro-Zone hat sich im März deutlich abgeschwächt. Dies nährt wachsende Sorgen vor einer Stagflation. Das zeigt der vorläufige Einkaufsmanagerindex von S&P Global, über den das Portal Euractiv berichtet.

Der sogenannte PMI Composite Output Index fiel von 51,9 Punkten im Februar auf 50,5 Punkte und erreichte damit den tiefsten Stand seit zehn Monaten. «Der vorläufige PMI der Euro-Zone lässt die Alarmglocken für Stagflation läuten, da der Krieg im Nahen Osten die Preise stark in die Höhe treibt und gleichzeitig das Wachstum dämpft», sagte Chris Williamson, Chefökonom bei S&P Global Market Intelligence.

GEERT VANDEN WIJNGAERT / KEYSTONE
Passant bittet in Brüssel um Geld (Symbolbild)
GEERT VANDEN WIJNGAERT / KEYSTONE

Haupttreiber der Abschwächung sind die beiden grössten Volkswirtschaften der Währungsunion. In Deutschland sank der Gesamtindex infolge eines schwächeren Dienstleistungssektors von 53,2 auf 51,9 Punkte. In Frankreich rutschte die Wirtschaft mit einem Rückgang von 49,9 auf 48,3 Punkte tiefer in den kontraktiven Bereich. Damit verliert die Euro-Zone an Dynamik an beiden zentralen Pfeilern.

Gleichzeitig steigen die Kosten kräftig. Unternehmen berichten von stark erhöhten Energiepreisen und neuen Lieferkettenproblemen. Als Ursache gilt der Konflikt mit dem Iran, der unter anderem zu Störungen im globalen Handel geführt hat. Besonders ins Gewicht fällt die Blockade der Strasse von Hormus, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gasströme transportiert wird. Die Inputpreise steigen so stark wie seit über drei Jahren nicht mehr, während sich auch die Verkaufspreise weiter nach oben bewegen.

Die Verzögerungen in den Lieferketten haben laut Umfrage den höchsten Stand seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine 2022 erreicht. Beobachter sehen Parallelen zu den Ölkrisen der 1970er Jahre. Auch hochrangige EU-Vertreter warnen inzwischen vor einer Kombination aus schwachem Wachstum und anhaltend hoher Inflation.

Die Europäische Zentralbank hat ihre Wachstumsprognose bereits gesenkt und zugleich die Inflationserwartungen angehoben. Präsidentin Christine Lagarde betonte, die Notenbank sei «gut aufgestellt», um auf weitere Preissteigerungen zu reagieren.

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