Solothurn ist die kriminellste Stadt der Schweiz. Die polizeiliche Kriminalstatistik weist dort für das Jahr 2024 auf 1000 Einwohner 270 Straftaten aus. Das ist einsamer Schweizer Rekord. Dahinter folgen Interlaken mit 211, Bern mit 176 und Basel mit 163 Straftaten pro 1000 Einwohner.
Gegenüber dem Blick erklärt die Kantonspolizei die negative Spitzenposition der Barockstadt Solothurn mit einer gewissen Zentrumsfunktion, die Pendler und Besucher anziehe – wobei dies für andere Städte auch und mindestens so sehr gilt. Ausserdem schlügen dort die Aktivitäten einzelner Täter statistisch stärker zu Buche.
Mit keinem Wort erwähnt wird die massiv gestiegene Kriminalität durch Ausländer, durch Asylbewerber oder Kriminaltouristen. Diese zeigt sich deutlich in den Grenzkantonen Basel-Stadt und Genf, die die kantonale Statistik mit 155 beziehungsweise 99 Straftaten auf 1000 Einwohner anführen. Solothurn folgt mit einer Häufigkeitszahl von 80 auf dem dritten Rang.
Und was gedenken nun die Verantwortlichen gegen die grassierende Kriminalität zu tun? Es sei «in Abklärung», ob am Bahnhof, einer besonders unsicheren Gegend, künftig klassische Musik abgespielt werden solle, sagte Stadtpräsidentin Stefanie Ingold (SP) in einer Gemeinderatssitzung. Dies habe «an anderen Orten tatsächlich gewirkt».
Das sei «Realsatire pur», kontert der Solothurner SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) winken ebenfalls ab, allerdings aus «technischen» Gründen. «Musik auf Perron 1» würde den «Bahnbetrieb (Durchsagen) stören», wie die SBB gegenüber der Solothurner Zeitung mitteilten. Willkommen in Absurdistan!