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«Soldaten können die Waffe sein, die alle schützt»: Selenskyj bittet EU um Hilfe bei Soldzahlungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will Europa um finanzielle Unterstützung bitten, um die Löhne seiner Soldaten zu erhöhen. Ziel sei es, die stagnierende Rekrutierung wieder anzukurbeln. «Unsere Soldaten selbst können die Waffe sein, die alle schützt», sagte Selenskyj laut Financial Times.

© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER
Ukrainian Prime Minister Denys Shmyhal, left, delivers a speech as a video of Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy, right, and Ursula Von der Leyen, President of the European Commission, left, is displayed on a screen during the Ukraine Recovery Conference URC, Monday, July 4, 2022 in Lugano, Switzerland
© KEYSTONE / MICHAEL BUHOLZER

Bisher finanzieren westliche Partner vor allem Waffen und Ausrüstung. Doch Selenskyj argumentiert, dass bessere Bezahlung Anreize für Freiwillige schaffen könnte. Derzeit benötigt die Armee laut Eigenangabe monatlich rund 30.000 neue Rekruten – diese Zahl werde selten erreicht. Videos von Zwangsrekrutierungen verschärfen die öffentliche Ablehnung. Die Senkung des Einzugsalters auf 25 Jahre habe kaum Wirkung gezeigt.

Neben höheren Löhnen fordert Selenskyj zusätzlich auch sieben Patriot-Systeme, um russische Raketen abzuwehren. Deutschland und Norwegen hätten zwei beziehungsweise ein System zugesagt. Zudem hoffe Kiew auf US-Aufträge im Umfang von bis zu 30 Milliarden Dollar für die ukrainische Drohnenproduktion, berichtet die Financial Times.

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