Die Bundeswehr ist erstmals seit Jahren deutlich gewachsen und zählt nun 184.200 Soldatinnen und Soldaten in der aktiven Truppe. Das sind rund 3000 mehr als zum Stichtag 31. Dezember 2025, wie Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Deutschen Presse-Agentur sagte. «Wir haben das beste Einstellungsergebnis seit Aussetzung der Wehrpflicht. Ausserdem ist die aktive Truppe so gross wie seit zwölf Jahren nicht mehr», erklärte Pistorius.
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Nach Angaben des Verteidigungsministeriums stieg die Zahl der freiwilligen Wehrdienstleistenden im vergangenen Jahr auf 12.200 nach 10.300 im Jahr 2024 – ein Plus von mehr als 18 Prozent. Das selbstgesteckte Ziel von 15.000 wurde jedoch verfehlt. In diesem Jahr sollen es 20.000 werden.
Insgesamt stellte die Bundeswehr 2025 mehr als 25.000 Soldaten ein, ein Plus von 23 Prozent und das beste Ergebnis seit 2011. Die Abbruchquote liegt weiterhin bei knapp 25 Prozent. Um diese zu senken, setzt das Ministerium auf besseres Erwartungsmanagement, heimatnahe Angebote, Infrastruktur und alternative Dienstoptionen.
Um Nato-Ziele zu erfüllen, soll die Truppe bis Mitte der 2030er Jahre auf 260.000 Aktive wachsen, hinzu kommen 200.000 Reservisten. Die sicherheitspolitische Lage erfordere erheblichen Personal-, Material- und Infrastrukturaufbau.