Es war hart und schwer zu ertragen. Wie Seifenblasen liess US-Präsident Donald Trump bei seiner Rede an der Uno-Generalversammlung die europäischen Illusionen und Träume der letzten zehn Jahren platzen.
Wir schaffen das bei der Migrationspolitik – blub!
Wir schaffen Arbeitsplätze mit der Klimapolitik – blub!
Wir schaffen mehr Strom mit den Erneuerbaren – blub!
Von SRF bis NZZ, von Tages-Anzeiger bis Blick – überall wird nun krampfhaft versucht, die von Trump zugespitzt und verkürzt vorgetragenen Wahrheiten zu widerlegen.
So hiess es überall: Die Ausländerquote in Schweizer Gefängnissen, die Trump explizit als Negativbeispiel für eine gescheiterte Migrationspolitik erwähnte, sei nur deshalb hoch, weil auch der Ausländeranteil an der ständigen Wohnbevölkerung so hoch sei. Ach, wenn dem so ist, hat es ja noch Platz für mehr, kann man dazu nur sagen. Alles keine Problem, weiter wie bisher.
Im Tages-Anzeiger führte ein «Experte» die hohe Ausländerkriminalität unter anderem auf das männliche Sexualhormon zurück. Junge Männer ohne gültigen Aufenthaltsstatus zücken eher das Messer, prügeln sich, nehmen Drogen, «weil sie voller Testosteron sind».
Was ist mit den Einheimischen, den Italienern, den Asiaten und den vielen anderen jungen Männergruppen, die in der Kriminalitätsstatistik nicht überproportional repräsentiert sind? Sind die nur halbvoll mit Testosteron?
Bei seiner Kritik an der Energiewende hat es Trump vor allem auf die Windkraft abgesehen. «Diese grossen Windräder sind so erbärmlich und so schlecht», sagte Trump, «ohne massive Subventionen kann man sie nicht betreiben.»
Zahlen, die das Portal «Facts 4 Future» zur Windenergie zusammengetragen hat, zeigen, dass Trump recht hat. Demnach hat sich die Anzahl Windränder in der Schweiz seit 2000 fast verzehnfacht, von 5 auf 47 Windräder.
Der Anteil der Windenergie an der Gesamtproduktion erhöhte sich in dieser Zeit von 0,005 Prozent auf 0,224 Prozent. Die Solarenergie, ebenfalls eine massiv subventionierte Produktionsart, schaffte es 2024 auf einen Anteil an der Gesamtproduktion des Landes von gerade 7,82 Prozent.
Quantité négligeable – deshalb will Trump auf Wind- und Sonnenenergie verzichten. Er rief die Europäer auf, es ihm gleichzutun. «Die erneuerbaren Energien sind nicht stark genug, um die Kraftwerke zu ersetzen, die Sie brauchen, um Ihr Land grossartig zu machen.»