Der Norweger Henrik Kristoffersen, beim Olympiaslalom hinter dem Schweizer Triumphator Meillard und dem Österreicher Fabio Gstrein auf Rang drei, will zum Schluss des Interviews mit SRF noch einmal etwas loswerden: «Gratulation an die Schweiz – eine unglaubliche Skination.»
Meillard, vor einem Jahr schon Slalomweltmeister, ist mit seinem Olympiagold im Slalom der dritte Schweizer Skifahrer, der an diesen Spielen dreimal Edelmetall holt. Franjo von Allmen gewann dreimal Gold (Abfahrt, Super-G und Team-Kombi), Marco Odermatt holte zweimal Silber (Riesenslalom und Team-Kombi) und Bronze (im Super-G). Meillard sichert sich gar ein ganzes Medaillenset: Nach Silber in der Team-Kombi und Bronze im Riesenslalom kommt jetzt auch noch Gold dazu.
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Im ersten Lauf des Slaloms liegt Meillard zwar noch 0,58 Sekunden hinter Atle Lie McGrath zurück. Doch der Norweger fädelt im zweiten Lauf ein. Und flüchtet ohne Skier und Stöcke Richtung Wald.
Slalomgold! 78 Jahre musste die Skination Schweiz darauf warten. Der St. Moritzer Romedi «Edy» Reinalter (†1962) siegte 1948 bei den Heimspielen im Engadin auf Holzlatten und mit Schiebermütze. Reinalter musste damals seinen Beruf als Skilehrer aufgeben, um als Amateur an den Spielen in St. Moritz teilnehmen zu dürfen.