Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den militärischen US-Einsatz in Venezuela und die Festnahme von Nicolás Maduro befürwortet. «Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen», sagte Selenskyj in Kiew.
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Die Worte des ukrainischen Präsidenten lassen aufhorchen – insbesondere vor dem Hintergrund des anstehenden Treffens westlicher Unterstützerstaaten in Paris, bei dem es um einen möglichen Friedensplan für die Ukraine geht. Selenskyj hatte zuletzt mehrmals betont, wie wichtig glaubwürdige Sicherheitsgarantien für sein Land seien. Die Entmachtung Maduros durch die USA wird nun offenbar als Modellfall dafür verstanden, wie entschlossenes Handeln gegenüber autoritären Regimen aussehen kann.
Washington hatte in der Nacht zu Samstag den venezolanischen Präsidenten in einer Militäraktion abgesetzt und nach New York überführt, wo ihm ein Prozess wegen Drogen- und Terrorverbindungen bevorsteht.