Wow! Was ist dieser Präsident Trump für ein Wirbelwind. Seine Abreibung für den ukrainischen Amtskollegen Selenskyj im Weissen Haus und die nachfolgende Einstellung der Militärhilfe verändern die Ausgangslage im Ukraine-Konflikt auf einen Schlag radikal. Die Zeichen stehen plötzlich auf Frieden. Gleichzeitig steht auch Selenskyjs eigenes Schicksal auf der Kippe. Der Kriegspräsident ohne Wahlen wankt. Der Druck auch der Verbündeten auf ihn nimmt zu. Philipp Gut hat in unserer Titelgeschichte die Indizien für die angebrochene Selenskyj-Dämmerung zusammengetragen. Seite 12
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Wolodymyr Selenskyj habe den Eklat im Weissen Haus provoziert, indem er in belehrendem Ton von Trump militärische Sicherheitsgarantien verlangte, sagt Stanford-Historiker und Trump-Biograf Victor Davis Hanson im Interview mit der Weltwoche. Der Weg zum Frieden in der Ukraine sei nur über den von Trump initiierten Mineraliendeal möglich. Dieses Abkommen sei das beste Mittel, um zu verhindern, dass Putin erneut die Ukraine angreifen werde. «Putin weiss, dass er viele Amerikaner töten müsste, die daran arbeiten werden, der Ukraine wieder auf die Beine zu helfen.» Auf die Europäer sei kein Verlass. Trotz Kritik an Trump und martialischen Tönen seien sie immer noch nicht bereit, die Prioritäten entsprechend neu zu setzen, um ein starkes Militär aufzubauen. Seite 16
Er kennt Russland und Osteuropa wie kaum ein zweiter amerikanischer Bürger. Er war Berater, Beobachter und kritischer Begleiter der Umwälzungen in diesem Teil der Welt nach dem Untergang der Sowjetunion. Doch heute ist der Ökonom Jeffrey Sachs ein Rufer in der Wüste, seine Meinung passt nicht in den Mainstream. Vor kurzem hat er vor den Abgeordneten des Europaparlaments einen denkwürdigen Vortrag gehalten – der in den Medien so gut wie keinen Niederschlag fand. Wir dokumentieren ihn im Wortlaut. Seite 28
Wenn es so etwas wie einen Starökonomen gibt, dann trifft diese Beschreibung auf Lars P. Feld zu. Seit 2011 berät der Professor für Wirtschaftspolitik verschiedene Bundesregierungen in Deutschland. Auch wenn er in der Schweiz auftritt, ist das Interesse gross. Bei einem Vortrag auf Einladung des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik lauschen Persönlichkeiten wie der freisinnige Alt-Bundesrat Kaspar Villiger, der ehemalige Nationalbankpräsident Thomas Jordan oder der ehemalige Verwaltungsratspräsident der Ems-Chemie, Ulf Berg, seinen Ausführungen. Die aktuelle Situation unseres nördlichen Nachbarlandes stuft Feld im Gespräch mit der Weltwoche dramatisch ein: «Man kann das Ganze nicht schönreden. Wir sind 2025 im vierten Jahr der Stagnation. Das hat es in der Nachkriegszeit noch nicht gegeben.» Seite 34
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