Kabarettistin Monika Gruber hat sich mit scharfen Worten zur politischen Lage in Deutschland geäussert – und dabei vor allem die Grünen und Teile ihrer eigenen Branche ins Visier genommen. In einem Interview mit der Nürnberger Presse warf sie ihrer Zunft vor, sich «sehr einseitig in den Reihen der woken und vermeintlich überkorrekten Zeitgeistnutten» zu positionieren. Viele ihrer Kollegen seien laut Gruber bei israelfeindlichen Demos lautstark dabei, während sie bei islamistischen Anschlägen schweigen würden.
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Auch gegenüber den Grünen fand Gruber klare Worte. Sie hält die Partei nicht mehr für eine Umweltbewegung, sondern nennt sie eine «totalitäre Klima- und Kriegstreiber-Sekte». Ihrer Ansicht nach verachten führende Grüne Deutschland und seine «indigene Bevölkerung» – eine Formulierung, die bereits in der Vergangenheit für Kritik gesorgt hatte.
Gruber selbst sieht sich als Vertreterin der bürgerlich-liberalen Mitte mit einem christlich-konservativen Menschenbild. Sie habe es satt, sich ihre Meinung «von selbstgerechten Moralaposteln vorkauen zu lassen» und betont, dass sie sich zu Unrecht immer wieder in die rechte Ecke gedrängt sehe. Zugleich fordert sie Respekt – auch von Menschen, «die zu uns ins Land kommen, um Schutz zu suchen oder meinetwegen nur wegen der besseren wirtschaftlichen Perspektive».