Dieser Text ist die Reaktion von Influencer Joung Gustav auf Tiktok, nachdem ihn Migros und Coop wegen seiner kritischen Äusserungen über das Schweizer Asylwesen gecancelt haben. Wir dokumentieren sie im Wortlaut.
Meine Karriere ist vorbei, weil ich kritisch über das Schweizer Asylwesen gesprochen habe. Das ist die Geschichte dahinter: Ende letzten Jahres habe ich Bedenken an einer geplanten Asylunterkunft in meiner Gemeinde geäussert, weil der Gemeinderat im Abstimmungsbüchlein die Sicherheit nicht thematisiert hat. Mein Video fand sehr viel Zuspruch. Ausserdem hat das Stimmvolk an jenem Wochenende die Asylunterkünfte, die in zwei Gemeinden zur Abstimmung standen, relativ klar abgelehnt. Die Mehrheit der Bevölkerung scheint meine Bedenken geteilt zu haben. Es gab aber auch andere Stimmen.
@gustavredet karriere verbi - alpkick.ch startet 🏔️ bitte teile #schweiz #vyte #gustav
Ein Podcast-Duo hat mich als rechtsextrem bezeichnet, wiederholt beleidigt und, um mir wirtschaftlich zu schaden, die Migros markiert. Dort ist nämlich meine Getränkemarke Vyte seit 2023 im Sortiment. Anschliessend habe die Migros mit mir das Gespräch gesucht, sagen Sie kürzlich gegenüber den Medien. Das habe ich komplett anders erlebt.
Die Migros hat einen Arbeitstag nach der Markierung alle Bestellungen diskussionslos und fristlos gestrichen. Fristlose Auslistungen sind in diesem Business extrem unüblich. Wir haben die Migros gebeten, uns zumindest eine gewisse Vorlaufzeit zu geben, damit unsere finanziellen Schäden und der Food Waste der bereits vorproduzierten Getränke reduziert werden kann. Das haben sie abgelehnt.
Offizieller Grund für die Auslistung sind meine politischen Äusserungen auf meinem Tiktok-Kanal «gustavredet», die nicht mit den Werten der Migros vereinbar seien. Sie haben betont, dass sie für Vielfalt, Respekt und Gleichberechtigung stehen.
Werte, die sie in – wenn man das Abstimmungsresultat anschaut – einem riesigen Teil der Bevölkerung nicht sieht. Mach dir gerne ein eigenes Bild von meinen Aussagen, alle Videos sind noch online. Zwei weitere Brands, mit denen ich als Influencer gemeinsame Projekte unterschrieben hatte, sind nach der öffentlichen Diskussion um meine Asylaussagen, von den Projekten mit dir, abgesprungen.
Auf der anderen Seite werden linkere Werte in dieser Branche nicht nur toleriert, sondern oft sogar in Briefings gefordert. Wenn du als Influencer in der Schweiz Geld verdienen willst, gilt die Devise: Sei links oder sei ruhig. So ist meine Karriere als klassischer Influencer vorbei. Das nehme ich als Chance, neue Projekte zu verfolgen.
Wir bei Vyte sind ein paar junge Schweizer, die ohne Investoren im Rücken eine Firma aufgebaut haben. Diese versuchen wir jetzt so aufrechtzuerhalten, dass wir selbst und nicht grosse Detailhandelsketten die Kontrolle haben. Für das brauchen wir ein Produkt, das für den Onlinehandel optimiert ist. Deshalb entwickeln wir aktuell eine leicht gesüsste Getränkepulver-Reihe mit Schweizer Alpenkräutern und Fruchtextrakten, die man einfach zu Hause oder unterwegs mit Wasser mischen kann.
Möchtest du zu den Ersten gehören, die «Vyte Alp Kick» probieren, oder einfach die Meinungsfreiheit in der Schweiz unterstützen? Dann mach mit bei unserem Crowdfunding auf Alpkick.ch. Danke für eure Aufmerksamkeit und lasst euch eure Meinungsfreiheit von niemandem nehmen.