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Sehnsucht nach Diplomaten mit Rückgrat: Was hat Donald Trump gegen die Schweiz? Nichts Besonderes. Unsere Unterhändler haben einfach schlecht verhandelt

Was hat Donald Trump gegen die Schweiz?

Nichts Besonderes. Sie ist auf der Liste der Länder mit einem hohen Überschuss in der Handelsbilanz, vor allem wegen der Chemie.

Es schien, als ob die Schweiz eines der ersten Länder sei, mit der er einen Deal machen würde. Aber da auch über hundert andere in den letzten Tagen verhandelten, kam es darauf an, welche Länder die kurzen Zeitfenster, die den übermässig beschäftigten amerikanischen Unterhändlern (Bessent, Jamieson Greer) zur Verfügung standen, auszunützen wussten. Die Schweizer (wer auch immer lead negotiator war) verpassten offenbar Gelegenheit und Zeitpunkt.

© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE
Waehrend Bundespraesident Alain Berset, links, zu Medienvertretern spricht, diskutieren Bundesraetin Karin Keller-Sutter, rechts, und Bundesrat Ignazio Cassis mit dem Murtesee im Hintergrund, am Rand der Bundesratsreise, am Donnerstag, 29
© KEYSTONE / ALESSANDRO DELLA VALLE

Alles ist nicht verloren. Die Zölle treten erst am 7. August in Kraft. Mehr als Zeit genug, um einen great beautiful deal abzuschliessen. Vermutlich 10 Prozent, vielleicht 15 Prozent.

Während langer Jahre hatte die Schweiz hervorragende Unterhändler (ich denke an den Zweiten Weltkrieg mit Heinrich Homberger, Jean Hotz, Jürg Keller, Hans Sulzer). Heute immer noch? Und früher hatten wir manchmal (nicht immer) Bundesräte mit Rückgrat. Ignazio Cassis? Das EDA? Unsere Europhilen?

Time to choose – die sklerotische EU oder die dynamische USA.

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