Donald Trump kehrt zurück auf die Bühne des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos – und bringt die globale Politprominenz mit. Vom 19. bis zum 23. Januar 2026 findet das 56. Jahrestreffen in den Schweizer Bergen statt, das erste ohne Gründer Klaus Schwab. Und kaum ein Teilnehmer polarisiert so sehr wie der US-Präsident: «Wir freuen uns, Präsident Trump wieder zum Jahrestreffen begrüssen zu dürfen», teilt das WEF offiziell mit, wie das Portal Cash berichtet.
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Trumps angekündigte Teilnahme hat eine Sogwirkung: Über sechzig Staats- und Regierungschefs haben sich angekündigt – so viele wie noch nie. Für Trump ist es bereits der dritte Auftritt in Davos nach 2018 und 2020. Schon im April hatte er dem scheidenden WEF-Gründer telefonisch mitgeteilt: «See you in Davos.»
Doch der Machtwechsel an der Spitze des WEF birgt Zündstoff. Klaus Schwab bleibt der grosse Abwesende. Statt eines ehrenvollen Abschieds ist sein Rückzug ein stiller: Es gelang nicht, eine gemeinsame Bühne mit seinem umstrittenen Ehrengast Trump zu schaffen. Übergangsweise übernehmen André Hoffmann und Blackrock-Chef Larry Fink die Leitung – Ersterer gilt als dezidierter Trump-Kritiker.
Ein weiteres konservatives Zugpferd: Argentiniens Präsident Javier Milei hat laut WEF-Insidern seine dritte Teilnahme zugesagt. Er wird, wie bereits in den Vorjahren, mit Applaus aus dem Lager seiner liberalen Mitstreiter rechnen dürfen.
Trotz interner Spannungen ist die Nachfrage ungebrochen: Auch bei Unternehmern und NGO-Vertretern wird mit Rekordzahlen gerechnet. Die Hotelpreise in Davos explodieren. Ein Apartment mit Blick aufs Kongresszentrum kostet für fünf Nächte bis zu 48.809 Franken – inklusive Schlafsofa.