Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Schweiz-Erklärer im Ausland, Maulkorbverteiler im Inland: Wie FDP-Nationalrat und APK-Präsident Laurent Wehrli in Bern die Debatte zur Neutralitätsinitiative zensiert

FDP-Nationalrat Laurent Wehrli hat alle Hände voll zu tun: Der Präsident der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats (APK-N) weilt diese Woche in England und Irland mit weiteren Kommissionsmitgliedern.

Auf den Inselstaaten trifft sich der Waadtländer Politiker aus Montreux unter anderem mit Wissenschaftlern, Parlamentariern und Wirtschaftsvertretern. Im Geburtsland von James Joyce will Wehrli Gespräche zur Neutralitätspolitik von Bern und Dublin führen.

© KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
President of Foreign Affairs Committee of the Swiss National Council Laurent Wehrli leaves the building after hearing Philippe Lazzarini (not pictured), Commissioner General of the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA), by the Foreign Affairs Committee of the Swiss National Council, in Geneva, Switzerland, Tuesday, March 26, 2024
© KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI

Irland zählt neben Malta und Österreich zu den letzten «neutralen» EU-Staaten, jedoch liebäugelt die Regierung in Dublin damit, diese aufzuweichen und irische Soldaten für sogenannte Friedenseinsätze in die Ukraine zu senden. Ähnliche Pläne gibt es bekanntlich auch im Verteidigungsdepartement von Bundesrat Martin Pfister in der Schweiz.

Im Ausland pflegt Aussenpolitiker Wehrli, der im Sicherheitsbereich eine engere Kooperation mit der EU befürwortet, zu Themen wie der Neutralität regelmässig einen offenen Austausch mit Politikerin. Weniger gesprächig zeigt er sich im Umgang mit dem eigenen Volk, den Schweizer Stimmbürgern. Ihnen gegenüber spielt sich derselbe Wehrli auch schon mal als Zensor auf.

Die APK-N behandelte vergangene Woche die Neutralitätsinitiative, die die Neutralität in der Verfassung festschreiben möchte. Die Kommission stimmte sowohl über die Vorlage wie auch über den direkten Gegenvorschlag ab, verheimlichte aber die Abstimmungsresultate. Als Präsident der Kommission ist Aussenpolitiker Wehrli dafür verantwortlich.

Mehr Transparenz legt der FDP-Nationalrat im Austausch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk an den Tag. Sie besuchte er diesen Sommer in Kiew mit Nationalratspräsidentin Maja Riniker.

Es sei ihm wichtig gewesen, die Position Berns zu erklären, sagte der FDP-Politiker nach dem Ukraine-Besuch und meinte: «Die Schweiz steht solidarisch an der Seite der Ukraine und ist bereit, sie zu unterstützen.» Wehrli, könnte man meinen, fühlt sich vor allem ausländischen Politikern gegenüber verpflichtet, jedoch weniger dem eigenen Stimmvolk.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.