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«Schuss ins eigene Knie»: Annalena Baerbock kritisiert Kürzungen in der Uno-Entwicklungszusammenarbeit

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«Schuss ins eigene Knie»: Annalena Baerbock kritisiert Kürzungen in der Uno-Entwicklungszusammenarbeit
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Annalena Baerbock, Präsidentin der Uno-Generalversammlung, hat die Mitgliedstaaten eindringlich vor weiteren Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit gewarnt. «Die Kürzungen der Mitgliedstaaten für die Uno sind fatal, gerade in der Entwicklungszusammenarbeit», sagte Baerbock im Interview mit dem Sonntagsblick.

Sie machte deutlich, was das konkret bedeutet: «Weniger Geld fürs Welternährungsprogramm bedeutet, dass das Weltgesundheitsprogramm weniger Nahrungspakete für Säuglinge hat und wieder mehr Babys verhungern.» Das sei nicht nur «moralisch falsch», sondern auch kurzsichtig: «Wenn Kriege, Hunger und Armut herrschen, werden sich die Menschen auf den Weg machen, so wie wir das vor zehn Jahren in Syrien erlebt haben.» Ihr Fazit: «Jede Kürzung der Entwicklungszusammenarbeit ist ein Schuss ins eigene Knie. Mehr Krisen und Konflikte erhöhen den Migrationsdruck.»

ANDRE BORGES / KEYSTONE
epa12531881 The President of the UN General Assembly, Annalena Baerbock, participates in the high-level segment of COP30 at the Hangar Convention Center in Belem, Brazil, 17 November 2025
ANDRE BORGES / KEYSTONE

Auch beim Klimaschutz fordert Baerbock mehr internationales Engagement – und Tempo: «Die Klimakrise ist die grösste Sicherheitsgefahr unseres Jahrhunderts, das wird bei den Vereinten Nationen jeden Tag deutlich.» Dabei verweist sie auf neue Allianzen jenseits klassischer Blöcke: «Der neue Multilateralismus ist cross-regional, über Kontinente hinweg.» Ein Beispiel sei der von Brasilien vorgeschlagene Klimasicherheitsrat. «Wir können bei der Umsetzung der Beschlüsse nicht mehr auf die Letzten warten, sondern wir müssen vorangehen.»

Die wirtschaftliche Realität dürfe kein Vorwand für Stillstand sein. «Klimaschutz kostet viel Geld – aber kein Klimaschutz käme uns deutlich teurer zu stehen», so Baerbock.

Der Uno-Standort Genf bleibe trotz Spardruck stabil. «Genf ist eine Schaltstelle der multilateralen Diplomatie und als Standort nicht in Gefahr», erklärte Baerbock. «Die Schweiz ist nicht gerade günstig, aber trotzdem sehr attraktiv.»

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