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Schulstreiks gegen den Klimawandel sind gut, Schulstreiks gegen Wehrpflicht nicht: Die Grünen mutieren vollends zu Erben des Kaiserreichs

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Schulstreiks gegen den Klimawandel sind gut, Schulstreiks gegen Wehrpflicht nicht: Die Grünen mutieren vollends zu Erben des Kaiserreichs
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Doppelmoral, doppelte Standards, gespaltener Zunge – das alles ist man von der Politik längst gewöhnt. Zuweilen ist es freilich frecher als üblich.

Etwa Julia Willie Hamburg, Kultusministerin in Niedersachsen. In einem Interview mit der Zeit gab sie die strenge Schuldirektorin.

Schüler, die an einem der Schulstreiks gegen eine Wehrpflicht teilnähmen, riskierten disziplinarische Massnahmen. Der heutige Freitag sei ein normaler Schultag, ein Unterrichtsboykott werde nicht geduldet.

MARCUS GOLEJEWSKI / KEYSTONE
Schulstreiks gegen den Klimawandel sind gut, Schulstreiks gegen Wehrpflicht nicht: Die Grünen mutieren vollends zu Erben des Kaiserreichs
MARCUS GOLEJEWSKI / KEYSTONE

Früher hätte man schwänzen gesagt, aber Boykott klingt eben so schön strafrechtlich. Doch das ist nicht der Punkt.

Interessanter ist, dass die grüne Politikerin früher Schulstreiks toll fand: Die von der einst heiligen Greta Thunberg initiierten Schulstreiks gegen Klimawandel.

Da ermutigten sogar Lehrer zur Teilnahme, waren sie doch Ausdruck kritischen Denkens einer selbstbewussten Jugend. Sie mussten mitreden, es ging um ihre Zukunft.

Bei der Frage, ob demnächst 18-Jährige in einem sinnlosen Krieg verheizt werden, geht es um ihr Leben. Doch da gilt wieder das Motto aus der Kaiserzeit: Maul halten und stramm stehen.

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