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«Schulstreik gegen Wehrpflicht»: Schüler gehen gegen neue Wehrdienst-Pläne auf die Strasse – der Lehrerverband droht mit «erzieherischen Massnahmen»

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«Schulstreik gegen Wehrpflicht»: Schüler gehen gegen neue Wehrdienst-Pläne auf die Strasse – der Lehrerverband droht mit «erzieherischen Massnahmen»
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Der Deutsche Lehrerverband warnt vor Konsequenzen eines unentschuldigten Fehlens in der Schule. Grund dafür ist der angekündigte «Schulstreik gegen Wehrpflicht» am Freitag. «Wer gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht demonstrieren möchte, kann dies jederzeit ausserhalb der Unterrichtszeit tun», sagte Verbandspräsident Stefan Düll dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Blieben Schüler dennoch fern und lehnten Gespräche ab, müssten sie «mit erzieherischen Massnahmen bis hin zu einem Verweis» rechnen.

MICHAEL KAPPELER / KEYSTONE
«Schulstreik gegen Wehrpflicht»: Schüler gehen gegen neue Wehrdienst-Pläne auf die Strasse – der Lehrerverband droht mit «erzieherischen Massnahmen»
MICHAEL KAPPELER / KEYSTONE

Düll kritisiert die Kampagne grundsätzlich. Schulstreiks seien «rechtlich keine Streiks», da Schüler keine Arbeitnehmer seien. Zudem suggerierten die Aufrufe falsche Annahmen – etwa eine Frauen-Wehrpflicht, für die es gar nicht die erforderliche Mehrheit gebe. Aufgabe der Schulen sei es, sachlich über Sicherheitslage und Rechtsgrundlagen aufzuklären; niemand werde zum Wehrdienst gezwungen, betonte Düll: «Im Grundgesetz ist das Recht auf Verweigerung des Kriegsdienstes mit der Waffe garantiert.»

Die Bundesschülerkonferenz fordert dagegen, Schüler für die Proteste freizustellen. Generalsekretärin Amy Kirchhoff erklärte, junge Menschen müssten ihr «verfassungsmässiges Recht auf Versammlungsfreiheit» ausüben können, ohne sanktioniert zu werden. Politische Bildung entstehe oft erst durch aktives Engagement im öffentlichen Raum.

Hintergrund ist der neue Wehrdienst-Kompromiss von Union und SPD: Ab 2027 sollen junge Männer verpflichtend gemustert werden, das Dienstmodell bleibt zunächst freiwillig.

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