Der Krieg von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran belastet laut der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren die US-Wirtschaft massiv und erhöht das Risiko einer Rezession. Warren schreibt im Financial Times-Gastbeitrag: «Trumps Krieg droht der schwankenden amerikanischen Wirtschaft einen Schlag in die Magengrube zu verpassen.»
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Die Senatorin sieht zwei zentrale Folgen: steigende Preise und wachsende wirtschaftliche Unsicherheit. Durch die faktische Blockade der Strasse von Hormus seien die Ölpreise so schnell gestiegen wie seit 2022 nicht mehr. Der durchschnittliche Benzinpreis liege bei 3,98 Dollar pro Gallone, rund ein Dollar mehr als noch vor einem Monat. Für Haushalte bedeute das «bis zu 750 Dollar zusätzliche Kosten pro Jahr». Gleichzeitig verteuerten sich Heizen, Transport und Flugreisen, da Unternehmen die höheren Energiekosten weitergeben würden.
Auch die Lebensmittelpreise dürften steigen. Warren schreibt, die «explodierenden Düngemittelkosten treffen die US-Landwirte genau zur Pflanzsaison», was die Preise für Nahrungsmittel weiter nach oben treiben werde. Viele Haushalte stünden bereits unter Druck und müssten Ausgaben kürzen oder Ersparnisse aufbrauchen.
Die wirtschaftspolitische Reaktion der Regierung kritisiert Warren scharf. Trumps Berater Kevin Hassett habe erklärt, die Belastung der Konsumenten sei «das Letzte, worüber wir uns im Moment Sorgen machen». Gleichzeitig warnt die Senatorin vor anziehender Inflation und steigenden Zinsen. Fed-Chef Jay Powell habe betont: «Wir wissen nicht, welche Auswirkungen das haben wird. Und ehrlich gesagt: Niemand weiss es.»
Die direkten Kosten des Kriegs beziffert Warren auf mindestens eine Milliarde Dollar pro Tag. Bereits in den ersten sechs Tagen seien über 11 Milliarden Dollar angefallen. Insgesamt könnten zusätzliche 200 Milliarden Dollar beantragt werden.
Warren fordert ein sofortiges Ende des Kriegs und warnt: Ohne Kurswechsel drohten steigende Arbeitslosigkeit, Firmenpleiten und eine Rezession.