Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Schifffahrts-Gigant Maersk streicht Verbindung in Golfregion: Warum zahlreiche Waren teurer werden können

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Schifffahrts-Gigant Maersk streicht Verbindung in Golfregion: Warum zahlreiche Waren teurer werden können
Schifffahrts-Gigant Maersk streicht Verbindung in Golfregion: Warum zahlreiche Waren teurer werden können
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Reederei Maersk streicht wegen der Eskalation im Nahost-Krieg weitere Schiffsverbindungen in die Golfregion. Der dänische Konzern teilte mit, dass Verbindungen von Europa und Asien in den Nahen Osten vorläufig ausgesetzt werden.

Maersk begründet den Schritt mit der unsicheren Lage rund um die Strasse von Hormus. Die Passage gilt als strategisch zentral für den globalen Energie- und Warenhandel, steht aber unter Kontrolle des Iran und ist seit Ausbruch des Konflikts zunehmend gefährlich für die zivile Schifffahrt. Bereits zuvor hatten mehrere Reedereien Verbindungen zu Häfen im Persischen Golf gestoppt.

CHRISTIAN CHARISIUS / KEYSTONE
ARCHIV - 12
CHRISTIAN CHARISIUS / KEYSTONE

Die Auswirkungen reichen weit über die Region hinaus. Der internationale Schifffahrtssektor erklärte neben dem Persischen Golf und der Strasse von Hormus auch den Golf von Oman offiziell zum Kriegsgebiet. Nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO sitzen rund 20.000 Seeleute infolge der Kämpfe in der Region fest. Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen wurden in der Meerenge mehrere Zwischenfälle mit Handelsschiffen registriert. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, sechs weitere wurden verletzt.

Die Blockade zentraler Transportkorridore setzt die globale Logistik zunehmend unter Druck. Der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) spricht von erheblichen Störungen im See- und Luftverkehr. «Durch die Blockade der Seeschifffahrt in der Hormus-Meerenge und die grossflächige Sperrung des Luftraums über den Golfstaaten sind mehrere Verkehrskorridore lahmgelegt», erklärte der Verband.

Für Containertransporte im Persischen Golf verlangen Reedereien inzwischen sogenannte Notfall-Konfliktzuschläge von bis zu 4000 Dollar pro Fahrt. Viele Schiffe meiden zudem den Suezkanal und nehmen stattdessen den deutlich längeren Umweg um das Kap der Guten Hoffnung. Auch im Luftverkehr geraten wichtige Drehkreuze wie Dubai, Abu Dhabi und Doha unter Druck.

Logistikexperten erwarten, dass die steigenden Transportkosten bald auch bei Konsumenten ankommen. Neben höheren Frachtraten treiben vor allem steigende Energiepreise und zusätzlicher Organisationsaufwand die Kosten in die Höhe. Lieferketten müssten kurzfristig umgestellt, Transporte neu geplant oder ganz storniert werden. Branchenvertreter rechnen deshalb mit spürbaren Preissteigerungen für zahlreiche Waren.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.