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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt am Dienstag, dem 11. November 2000. 25. Ich starte mit einem Live-Read mit einer gesprochenen Werbeanzeige. Ist der Goldboom zu Ende? Nein, sagen die Finanzprofis der Real Unit. Die Korrektur im Oktober ist nur eine Verschnaufpause, denn der rasante Anstieg um über 50% seit Jahresanfang ist Ausdruck des Verlusts an Vertrauen in den US-Dollar. Während westliche Notenbanken weiterhin auf Papiergeld vertrauen, kaufen die Zentralbanken der Schwellenländer seit einigen Jahren tonnenweise Gold. Sie finanzieren dies überwiegend mit dem Verkauf von amerikanischen Staatsanleihen, weil die USA den Dollar als Waffe im Wirtschaftskrieg einsetzen, wie zum Beispiel bei den Sanktionen der russischen Währungsreserven. Gold ist nicht nur eine Krisenversicherung, sondern eine Notwendigkeit für jeden Anleger. Die Real Unit Schweiz AG sieht Gold als langfristigen Wertspeicher und hat seit Jahren einen grossen Anteil an physischem Gold und Silber in ihrer Anlagestrategie. Die Profis von Real Unit setzen aber nicht nur auf Edelmetalle, sondern investieren auch in gesunde Schweizer Unternehmen, die Grundbedürfnisse befriedigen und somit auch in Krisenzeiten gefragt sein werden. Legen Sie deshalb nicht alle Eier in denselben Korb. Der richtige Mix über alle Vermögensklassen hinweg ist entscheidend, um langfristig den Wert zu erhalten und eine positive Nettorendite zu erzielen. Wer jetzt handelt, stärkt die Unabhängigkeit von einem fragilen Finanzsystem. Real Unit bietet dazu eine interessante Lösung für sicherheitsorientierte Anleger. Echte Substanz statt leere Versprechen. Informationen finden Sie unter www.realunit.ch Ich wiederhole www.realunit.ch Ende des Live-Reads, Ende der gesprochenen Werbeanzeige. Zu den Schlagzeilen. zu den Nachrichten des Tages. Mich beschäftigt das Schicksal des früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Sarkozy tut mir leid und mein Gefühl ist, dass er das nicht verdient hat, was ihm jetzt da die französischen Gerichte antun, was sie ihm da anzuheften versuchen in einem Verfahren, das, soweit ich das als juristischer Laie von aussen betrachten kann, ein Indizienprozess ist mit lückenhafter Indizienkette. Trotzdem hat man das frühere Staatsoberhaupt für Jahre jetzt hinter Gitter bringen wollen. Das Urteil ist ausgesprochen. Er musste ja auch seine Haft antreten in einem Zuchthaus, in einem Gefängnis. Und das ist ein schlechtes Zeichen, wenn in Ländern frühere Staatsoberhäupter ins Gefängnis gesteckt werden. Das ist etwas, was wir aus der dritten Welt kennen. klar, jetzt gibt es natürlich die, die sagen der... Unbestechliche Arm, das Schwert der Justiz muss eben auch über den Mächtigen niedergehen, stimmt ja alles. Aber mich haben die Argumente nicht überzeugt bei dieser Libyen-Connection, in die sie ihn da hinein verstricken wollen. Auf jeden Fall ist Sarkozy jetzt für die Berufungsmodalitäten. unter strengen Auflagen entlassen worden, aus seiner Haft. Und dies gibt nun auch die Möglichkeit, dass Journalisten mit ihm reden konnten über das, was er da in den letzten drei Wochen erlebt hat. Das ist ziemlich düster, das ist ziemlich heftig. Diese Erfahrung war ein Albtraum. Nicolas Sarkozy darf das Gefängnis unter Auflagen verlassen. Todesdrohungen, Einzelhaft und Thunfisch aus der Dose. Der ehemalige französische Präsident hat nach drei Wochen In Haft um seine frühzeitige Entlassung gebeten bis zum Berufungsprozess kann er unter strengen Auflagen zu Hause leben. Immerhin, ich bin... Kein Freund dieser drakonischen Massnahmen, die da getroffen wurden, masse mir allerdings nicht an, juristisch wirklich zu beurteilen, warum das Gericht so hart geurteilt hat, aufgrund der aus meiner Sicht, nicht nur aus meiner Sicht, lückenhaften Beweiskette. Beweise hatten sie keine, es sind Indizien. Die neue Weltordnung ist nicht aufzuhalten, auch Trump ist mehr getriebener als... Gestalt. Ja, endlich hat es vielleicht auch die Neue Zürcher Zeitung gemerkt, dass wir aus dem Kalten Krieg entwichen, entstiegen sind und wir uns konfrontiert sehen mit einer multipolaren, polyzentrischen Welt. Das ist eine Welt unterschiedlicher Machtblöcke, Machtzentren, die rivalisieren, die konkurrieren. Das ist eine instabile Welt. Es ist eine gefährliche Welt. Es ist eine Welt der Konflikte und es ist aber auch eine Welt der Chancen und der Möglichkeiten. seitens der Schweiz als Kleines weltoffenes Land ist gehalten, da ihre Interessen ganz nüchtern und sorgfältig zu prüfen, denn die nationalen Interessen sind der Leitfaden des Überlebens in einer polyzentrischen Welt. Wir sind nicht mehr in dieser einseitig von den Amerikanern dominierten unilateralen Weltordnung, wie das hiess, in dieser hegemonialen Weltordnung, könnte man auch sagen, in der die Amerikaner einfach den Ton angegeben haben und alle anderen mussten nach ihrer Pfeife tanzen. Das ist nicht mehr der Fall. Trump hat es gemerkt, aber haben es die Europäer auch gemerkt, hat es die EU gemerkt. Ich habe da manchmal den Eindruck, dass in Brüssel immer noch das Gefühl vorherrscht, als sei man berufen der ganzen Welt gegenüber, den Tarif durchzugeben. Aber die anderen können das gar nicht mehr hören. Es hängt ihnen zum Hals raus und es löst nur Widerwillen aus. Und die Schweiz darf ja nicht in dieses Fahrwasser sich hineinziehen lassen. Die Schweiz wäre optimal aufgestellt für diese Welt, wenn sie neutral bleibt, wenn sie glaubwürdig ihre Neutralität verteidigt. Aber wir sehen, dass eben aufgrund der bereits teilweise Preisgabe der Neutralität der Schweiz im Ukraine-Krieg immer mehr an uns zupfen und reissen und von uns verlangen, eben weil dieser Glaubwürdigkeitsverlust so offensichtlich ist, obwohl sie ihn in Bern gar nicht so richtig zur Kenntnis nehmen wollen, dass man uns jetzt eben auch in anderen Fragen da auf eine oder andere Seite zwingen und ziehen. Will nicht zuletzt Donald Trump, da ist ja ruchbar geworden nach diesen Meetings mit Schweizer Unternehmen im Zusammenhang mit den Zöllen, dass er von der Schweiz verlangt, dass sie US-Sanktionen mitträgt gegen Länder, gegen Staaten wie China. Das ist das reine Gift für unser Land, dürfen wir nicht machen, aber bezeichnen, dass dieser Druck eben kommt. 2000 Dollar für jeden Amerikaner, Donald Trump kämpft um seine Popularität und propagiert eine hochriskante Idee. das zeigt ihnen... dass der amerikanische Präsident in Schwierigkeiten steckt. Seine Zollpolitik scheint da nicht aufzugehen. Ich stelle ab auf die Berichterstattung des Wall Street Journal, denn die Produkte verteuern sich natürlich nicht populär bei vielen Wählern. Und jetzt kommen solche Zückerli. Das ist eine ganz verkachelte Sache, aber wir können ja den Amerikanern nicht davon abbringen, seinen eingeschlagenen Weg jetzt da gewissermassen... nicht durchzuziehen. Wir müssen einfach die Folgen gewärtigen und schauen, wie wir uns da optimal positionieren. Die Schweiz und die EU haben am Montag ein Abkommen unterzeichnet, dass der Schweiz den Zugang zu verschiedenen Forschungsprogrammen der EU wieder erschliesst. Der Wirtschafts- und Forschungsminister Parmelin kann diesen Erfolg verbuchen. Allerdings eine heikle, eine schwierige Sache, denn verbunden jetzt mit diesem wiederermöglichten Forschungszugang ist eben auch sozusagen bereits Salamitaktik-mässig eine gewisse Einwilligung in dieses neue Vertragspaket, in diesen Unterwerfungsvertrag der Europäischen Union gegenüber der Schweiz. Man sieht jetzt diese Zugeständnisse bereits als Teil dieser neuen, wie sie fälschlicherweise genannt werden, bilateralen Drei. Die sind eben nicht bilateral, das ist nicht ein gleichberechtigtes Vertragsverhältnis. Wie das einigermassen vorher der Fall war, ich sage einigermassen, weil es eben auch nicht ganz gleichberechtigt war, aber mit diesen neuen Verträgen ist klar, die EU bestimmt, die Schweiz muss gehorchen, die europäischen Richter haben das letzte Wort und wir dürfen für die Unterwerfung, für die Entmündigung dann auch noch bezahlen, Milliardenbeträge, ein völlig verrückter, geisteskranker Plan, der von unserer Politik verfolgt wird, aber sei es drum. So ist es nicht zum ersten Mal in der schweizerischen Geschichte. Jetzt gilt es, Widerstand zu leisten von Seiten der Bevölkerung an der demokratischen Urne. Sarah Wagenknecht zieht sich vom Vorsitz ihrer Partei zurück, aber nicht aus der Politik. Das ist aus Deutschland. Rübergekommen, hat es rübergeweht, das Nachricht, ja das BSW, das Bündnis Sarah Wagenknecht, das ich jetzt ja auch umbenennen will, ist als Supernova in die politische Geschichte eingegangen. Im letzten Jahr gewaltig wurde das hochgehypt, auch von den Medien. Warum? Weil man natürlich in der charismatischen, schillernden Sarah Wagenknecht eine potenzielle Waffe gegen die AfD sah. Und das Bündnis Sarah Wagenknecht hat den grossen Fehler gemacht, dass sie sich zu schnell haben einbinden lassen in diese Machtstrukturen, in diesen Machtfilz der lokalen Parlamente und damit ihren Nimbus als Oppositionspartei geopfert haben. Und das war der Grund, warum sie dann am Schluss eben den Einzug in den Bundestag nicht geschafft haben. Also ein Hype. Die Medien haben sehr intensiv darüber berichtet. Man hat sie sehr, sehr stark gemacht. Sie ist auch eine starke. argumentativ hervorragende, hochintelligente Politikerin, aber da hat es eben hintenrum und im Grundsätzlichen auch geharzt, sodass dann am Schluss der gewünschte Erfolg nicht zum Tragen gekommen ist. Deutschland, ich werde heute in Karlsruhe antreten, am Abend, Türöffnung 19 Uhr, los geht's um 20 Uhr, für mich jetzt sehr interessant. Nach der Reise im Osten Deutschlands, jetzt der Westen, vielfachen Wunsch unserer deutschen Abonnenten, für mich natürlich immer noch eine Erkundungsreise zum nördlichen Nachbarland, wo ich früher vor, ja mittlerweile auch schon 20 Jahren, als Chefredaktor gewirkt und gearbeitet habe. Eine hochinteressante Zeit. Deutschland heute nicht in bestechender Verfassung, auch was die Demokratie angeht, gibt es da einige sorgenvolle Momente. Und deshalb wichtig, dass man sich da auseinandersetzt und vielleicht auch den einen oder anderen sachdienlichen Hinweis spielen kann. Auf jeden Fall halten wir Sie da auf dem Laufenden, was diese Vortragsreisen angeht. Und heute sind wir in Karlsruhe, die nächste Station ist dann Leverkusen und schliesslich Erfurt, ehe dann die Reisen weitergehen. Meine Damen und Herren. Ich danke Ihnen. Melden Sie sich an, wenn Sie noch Tickets wollen. Unbedingt. Es hat, glaube ich, noch ein paar ganz wenige. Für Karlsruhe weltwoche.de-vortrag. weltwoche.de-vortrag. Würde mich freuen, Sie dort persönlich begrüssen zu dürfen. Karlsruhe, früher für mich eine regelmässige Zugdestination, weil ich habe mal ein Semester in Stuttgart studiert. Ich war da... Unterassistent, Hilfsassistent, Mitarbeiter eines bekannteren Professors an der Uni. Und da habe ich meine Hegel-Seminare abgesessen. Und am Abend ging es dann wieder zurück nach Hause, jeweils über Karlsruhe. Deshalb ist mir dieser Name natürlich nicht nur als Name bekannt, als bedeutende deutsche Stadt, sondern auch als Teil meiner, wenn man so will, Edukation. Akademik meiner schulischen Ausbildung da jenseits der Grenze. Vielen Dank, ich melde mich gleich wieder zurück mit den internationalen Nachrichten. Dann gibt es ja auch das eine oder andere Faszinierende zu vermelden. Bis dann.

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Sarkozy: Todesdrohungen und Thunfisch aus der Dose. Neue Weltordnung: Schweiz wäre optimal aufgestellt. Köppel in Karlsruhe. Vorsicht: Schweiz wieder bei den EU-Forschungsprogrammen dabei

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Sarkozy: Todesdrohungen und Thunfisch aus der Dose. Neue Weltordnung: Schweiz wäre optimal aufgestellt. Köppel in Karlsruhe. Vorsicht: Schweiz wieder bei den EU-Forschungsprogrammen dabei
Sarkozy: Todesdrohungen und Thunfisch aus der Dose. Neue Weltordnung: Schweiz wäre optimal aufgestellt. Köppel in Karlsruhe. Vorsicht: Schweiz wieder bei den EU-Forschungsprogrammen dabei
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