In Sachsen-Anhalt verzeichnen mehrere Parteien deutliche Mitgliederzuwächse, während die Regierungsparteien CDU, SPD und FDP an Unterstützung verlieren. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Besonders stark wächst demnach das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW): Es steigerte seine Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres von rund 60 auf etwa 550 – ein Plus von über 800 Prozent.
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Auch die AfD und die Linke melden kräftige Zugewinne. Die AfD zählt inzwischen «annähernd 3500 Mitglieder», rund 1000 mehr als im Vorjahr – ein Zuwachs von etwa 40 Prozent. Die Linke legte um 1520 Personen zu und kommt nun auf 4106 Mitglieder, was einem Plus von knapp 59 Prozent entspricht.
Bei den Grünen stieg die Zahl der Mitglieder um etwa 250 auf nun 1690. «Viele Eintritte gab es rund um den Bundestagswahlkampf. Hauptmotiv ist bis heute die Sorge um die demokratische Kultur und der Wunsch, der AfD aktiv etwas entgegenzusetzen», erklärte ein Parteisprecher.
Deutlich anders stellt sich die Lage bei den Regierungsparteien dar: Die CDU bleibt mit 5532 Mitgliedern zwar die stärkste Kraft im Land, hat jedoch 370 Mitglieder verloren. Auch SPD (minus 81 auf 3012) und FDP (minus 34 auf 1040) verzeichnen Rückgänge.
In Sachsen-Anhalt regiert derzeit eine Koalition aus CDU, SPD und FDP. Die Landtagswahl findet am 6. September statt.