Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Sachsen-Anhalt: Landesregierung verlängert Corona-Notlage – zur Umgehung der Schuldenbremse

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Sachsen-Anhalt: Landesregierung verlängert Corona-Notlage – zur Umgehung der Schuldenbremse
Sachsen-Anhalt: Landesregierung verlängert Corona-Notlage – zur Umgehung der Schuldenbremse
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Trotz entspannter Infektionslage will Sachsen-Anhalts Landesregierung erneut die Corona-Notlage feststellen lassen. Der Beschluss, den das Kabinett von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf den Weg gebracht hat, soll es dem Land ermöglichen, weiterhin auf das sogenannte Corona-Sondervermögen zuzugreifen – einen Nebenhaushalt mit bis zu 650 Millionen Euro, berichtet die Bild-Zeitung.

DANIEL KARMANN / KEYSTONE
ARCHIV - 12
DANIEL KARMANN / KEYSTONE

Hintergrund ist die Schuldenbremse: Nach der Landesverfassung darf diese nur in absoluten Ausnahmesituationen gelockert werden – etwa bei einer Pandemie. Obwohl bundesweit kaum noch Masken getragen werden und die 7-Tage-Inzidenz laut RKI aktuell bei lediglich 6,8 liegt, soll die Notlage nun bereits zum siebten Mal in Folge verlängert werden. Damit wäre Sachsen-Anhalt das einzige Bundesland, das diese Regelung auch im Jahr 2026 weiterführt.

Das «Sondervermögen» war 2021 mit ursprünglich zwei Milliarden Euro aufgelegt worden, unter anderem zur Unterstützung von Krankenhäusern, Digitalisierung und Wirtschaftsförderung. Künftig dürfen jedoch nur noch Projekte bewilligt werden, die spätestens Ende 2026 abgeschlossen sind.

Kritik kommt aus der eigenen Koalition. FDP-Politiker Konstantin Pott kündigte an, gegen den Antrag zu stimmen: «Meine Kritik an diesem Vorgehen bleibt weiterhin bestehen.» Er bezweifelt, dass die Mittel vollständig abgerufen werden – und verweist auf die Aufarbeitung der Pandemie durch eine unabhängige Kommission. Auch der AfD-Abgeordnete Jan Moldenhauer sprach von einem «dreisten Haushaltstrick» zur Belastung künftiger Generationen. Stattdessen solle die Regierung bei sich selbst sparen.

Haseloff verteidigte den Schritt bereits im vergangenen Jahr: Es gehe nicht um eine neue Pandemie, sondern darum, begonnene Projekte zu Ende zu bringen und Handwerksbetriebe zu bezahlen. Regierungssprecher Matthias Schuppe betonte, das Vorgehen sei verfassungskonform.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.