Die AfD steht in Sachsen-Anhalt laut einer neuen Umfrage kurz vor der absoluten Mehrheit. Das zeigt eine Erhebung des Instituts Insa. Die Partei kommt demnach auf 38 Prozent der Stimmen.
Damit bleibt die AfD trotz leichter Verluste klar stärkste Kraft. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund kann sich realistische Chancen auf eine Alleinregierung ausrechnen. Die CDU fällt auf 25 Prozent zurück und verliert gegenüber der letzten Landtagswahl deutlich. Die Linke verbessert sich auf 13 Prozent.
Klaus-Dietmar Gabbert/DPA/Keystone
Dramatisch ist die Lage für kleinere Parteien: Die SPD rutscht auf 6 Prozent ab und liegt nur noch knapp über der 5-Prozent-Hürde. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erreicht genau 5 Prozent und muss um den Einzug in den Landtag bangen. FDP und Grüne bleiben mit 3 beziehungsweise 4 Prozent klar unter der Schwelle.
Sollten SPD und BSW den Einzug verpassen, könnte sich die Sitzverteilung entscheidend verschieben. CDU und Linke kämen zusammen lediglich auf das Niveau der AfD. In diesem Szenario wäre eine absolute Mehrheit der AfD möglich.
Falls das BSW den Einzug schafft, könnte die Partei zur Schlüsselkraft werden. Innerhalb des BSW zeichnet sich jedoch ein Richtungsstreit ab: Während sich Teile der Bundespartei gegenüber der AfD geöffnet zeigen, lehnt die Landesführung in Sachsen-Anhalt eine Zusammenarbeit bisher ab. Die Landtagswahlen finden am 6. September statt.