Ein Berater der Linkspartei erhebt in einem Youtube-Video schwere Vorwürfe: Der Berliner Stromausfall sei Teil einer russischen Sabotageaktion – mit angeblicher Unterstützung der AfD. Für diese Theorie präsentiert er jedoch keine belastbaren Beweise, berichtet das Portal Apollo News.
Der Youtuber Dara Marc Sasmaz, bekannt unter dem Pseudonym «Der Dara», veröffentlicht regelmässig Inhalte gegen – wie er es nennt – «rechts, gegen Schwurbel und gegen Fake News». Nach eigenen Angaben arbeitet er als Social-Media-Berater für die Linkspartei.
In einem am Montag publizierten Video mit dem Titel «Hinweise auf Sabotage durch Putin und die AfD» spricht er über den Stromausfall, der am Wochenende Teile Berlins lahmgelegt hat. «Die AfD hat dabei natürlich auch noch geholfen», erklärt er gleich zu Beginn.
Zwar habe sich eine mutmasslich linksextreme Gruppe zur Tat bekannt, Dara hält das jedoch für eine gezielte Irreführung. Seine zentrale Behauptung: Russland könnte hinter dem Anschlag stecken und die AfD Informationen geliefert haben, etwa durch parlamentarische Anfragen. Als Beleg verweist er auf eine Anfrage des Berliner AfD-Abgeordneten Frank-Christian Hansel zu Stromschwankungen 2024 – allerdings in anderen Stadtteilen als den nun betroffenen.
Dara wiederholt einen Vorwurf, den auch Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) bereits geäussert hatte: dass kleine Anfragen der AfD sicherheitsrelevante Informationen an Russland liefern könnten. Dara ergänzt: «Natürlich machen die das, weil die AfD im Auftrag von Putin handelt.»
Ein Detail im Bekennerschreiben – die falsch geschriebene Namensnennung des US-Vizepräsidenten J. D. Vance als «Vans» – wertet er als Indiz für eine russische Urheberschaft. Dara verweist auf einen möglichen Übersetzungsfehler aus dem Kyrillischen. Auch die Festnahme zweier russischer Agenten im April in Deutschland führt er an – sie hätten ebenfalls Sabotageakte geplant.