Mit einem veröffentlichten Video will das russische Verteidigungsministerium am Dienstag den nächsten sicherheitspolitischen Pflock einschlagen: Gezeigt wird das mobile Raketensystem Oreschnik, das bereits in Belarus stationiert sei. Die Waffe gilt als atomwaffenfähig und soll Hyperschallgeschwindigkeit erreichen – Beobachter werten die Aktion als kalkulierte Provokation gegenüber der Nato und als Reaktion auf den mutmasslichen Angriff auf einen Wohnsitz Wladimir Putins.
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Die Aufnahmen zeigen getarnte Abschussrampen auf Waldwegen, der genaue Standort bleibt ungenannt. Laut Präsident Wladimir Putin ist das System praktisch nicht abfangbar. Er erklärte, es könne das Zehnfache der Schallgeschwindigkeit erreichen. Der Schaden eines konventionellen Oreschnik-Sprengkopfs sei mit jenem einer Atombombe vergleichbar.
Westliche Militäranalysten bleiben jedoch skeptisch. Sie zweifeln an der Effektivität des Systems, das in der Vergangenheit bereits mehrfach als strategisches Druckmittel ins Spiel gebracht wurde.