Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall will sein Wachstum im laufenden Jahr deutlich beschleunigen und erwartet einen Umsatzanstieg von 40 bis 45 Prozent.
Bereits im vergangenen Jahr steigerte Rheinmetall seine Erlöse um 29 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis wuchs um 33 Prozent auf etwa 1,8 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern lag mit rund 0,8 Milliarden Euro nur 3 Prozent über dem Vorjahreswert.
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Die Auftragsbücher des Konzerns sind gutgefüllt. Der sogenannte Auftragsbestand («Backlog») erreichte mit 63,8 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. In dieser Summe sind sowohl verbindliche Aufträge als auch Rahmenverträge enthalten. Bei Rahmenverträgen ist das gesamte Volumen nicht zwingend garantiert, aufgrund der derzeit hohen Nachfrage gilt eine vollständige Ausschöpfung jedoch als wahrscheinlich.
Konzernchef Armin Papperger erklärte: «Wir haben operativ ein neues Rekordergebnis erzielt und werden die Profitabilität des Konzerns weiter steigern.» Bei neuen Grossprojekten der Streitkräfte habe sich das Unternehmen aussichtsreich positioniert.
Der Rüstungssektor profitiert derzeit von steigenden Verteidigungsausgaben in Europa und innerhalb der Nato. Rheinmetall produziert unter anderem Artillerie- und Flugabwehrsysteme, Panzer, Militärlastwagen, Munition und Drohnen. Zudem stellt das Unternehmen seit der Übernahme des militärischen Geschäfts der Bremer Lürssen-Werft auch Marineschiffe her.