Einzahlungen von Münzgeld werden in der Schweiz zunehmend erschwert. Wie der Blick berichtet, lehnen erste Banken das Einzahlen von Kleingeld ganz ab oder verlangen teils happige Gebühren. So zum Beispiel die Migros-Bank: Sie akzeptiert kein Münz mehr – weder am Schalter noch am Bancomaten. Begründet wird dies mit dem rückläufigen Gebrauch von Bargeld.
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Auch bei der Postfinance hat sich die Praxis verändert. Die Münzeinzahlautomaten wurden ausser Betrieb genommen. Münz kann nur noch am Schalter eingezahlt werden – allerdings nur, wenn es zuvor eigenhändig in Papierrollen verpackt worden ist. Diese Rollen stellt die Post zwar kostenlos zur Verfügung, verlangt aber eine Gebühr von mindestens 5 Franken, wenn Kunden das Einrollen nicht selber übernehmen.
Die Berner Kantonalbank hat ihre Schalter modernisiert und bietet dort keine Münzeinzahlungen mehr an. Immerhin betreibt sie sechzig Bancomaten, an denen Münz akzeptiert wird – allerdings gegen gestaffelte Gebühren ab 200 Franken.
Deutlich kulanter zeigt sich die Zürcher Kantonalbank: Ihre Kunden können Münz sowohl am Schalter als auch an rund fünfzig Automaten gratis einzahlen – bis zu einem Betrag von 500 Franken. Danach wird eine Gebühr von 3 Prozent des Bruttobetrags fällig.
Raiffeisen-Banken akzeptieren Münzgeld weiterhin, auch lose im Sparschwein. Die Gebühren variieren je nach Filiale, empfohlen sind 5 Prozent am Schalter und 3 Prozent am Automaten – jeweils mit Mindestgebühren. Für Jugend- und Geschenksparkonten sollen laut Raiffeisen Schweiz keine Gebühren anfallen.
Ob auch andere Grossbanken wie die UBS Einschränkungen planen, bleibt offen.