Der Schweizer Pharmakonzern Roche rückt im Markt für Abnehmpräparate weiter vor und erzielt mit seinem Wirkstoff CT-388 vielversprechende Studienergebnisse. Wie das Unternehmen bekanntgab, verloren Probanden in einer Phase-II-Studie nach 48 Wochen durchschnittlich 22,5 Prozent ihres Körpergewichts. Diese Daten bestärken die Konzernleitung in Basel darin, noch im laufenden Quartal die entscheidenden Phase-III-Studien einzuleiten, um den Markteintritt bis spätestens 2030 zu realisieren.
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Die Nachricht löste an der Schweizer Börse umgehend Kursgewinne aus. Die Roche-Aktie markierte mit 355 Franken ein neues Zwölfmonatshoch. Damit reagieren die Anleger auf das enorme Potenzial eines Marktes, den Analysten von Morgan Stanley bis 2035 auf jährlich 150 Milliarden Euro schätzen. Bisher wird dieses Feld fast ausschliesslich von Konkurrenten dominiert. Roche-Medizinchef Levi Garraway gab sich dennoch kämpferisch: Das Sicherheitsprofil und die Wirksamkeit des wöchentlich zu spritzenden Mittels seien «ermutigend» und würden das Vertrauen in die eigene Pipeline stärken.