Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung im Berliner Südwesten hat die linksextremistische «Vulkangruppe» ein weiteres Bekennerschreiben veröffentlicht. In einer als «Richtigstellung» bezeichneten Erklärung betonen die Täter, ihre Tat habe sich «nicht gegen Menschen», sondern gegen eine aus ihrer Sicht umweltschädliche Infrastruktur gerichtet. Zugleich räumen sie ein, dass die Folgen des Blackouts Alte, Kranke und Kinder treffen könnten. Diese «Härten» seien «nicht zufällig», heisst es.
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In dem Schreiben weisen die Linksextremisten zudem Spekulationen über eine russische Steuerung des Anschlags zurück. Derartige Vermutungen seien der Versuch, «die eigene Ohnmacht zu kaschieren». Dass Akteure vor Ort in der Lage seien, kritische Infrastruktur anzugreifen, passe nicht ins «Sicherheitsnarrativ von Politik und Behörden», daher werde ein äusserer Feind konstruiert, so die Gruppe.