Wetten, dass . . .?» war einmal das Lagerfeuer der Bundesrepublik. Am Samstagabend sass man gemeinsam vor der Glotze, als gäbe es nichts Wichtigeres auf der Welt als Menschen, die Autokennzeichen an Motorengeräuschen erkannten oder Bierdeckel mit der Nasenspitze stapeln konnten. Thomas Gottschalk war der Hohepriester dieses Rituals: gewitzt, leicht anzüglich, etwas bunt (aber nicht zu sehr) und auf eine familientaugliche Weise frech. Da lachte der Enkel, der Papa freute sich, und Oma konnte sich schon mal etwas echauffieren – die perfekte Verkörperung für eine Zeit, in der das lineare Fernsehen noch Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens war. «Wetten, dass . . .?» war we ...