Über tausend antijüdische Aktivisten wollten zu Fuss von Tunesien bis nach Gaza laufen, um gegen Israel zu protestieren. Ganz überrascht mussten sie feststellen, dass die panmuslimische Solidarität ihre Grenzen hat. Ägyptische Behörden haben dem «Global March to Gaza» ein jähes Ende gesetzt.
Eine Blick-Reporterin, bei den Demos natürlich völlig unbeteiligt, zeigte sich schockiert, dass die Polizei in Kairo rabiater vorgeht als die Polizei in Bern oder in Lausanne. Ungefragt nahmen sie auch ihr den Pass und das Handy ab und pferchten sie mit anderen Demonstranten aus aller Welt in einen Bus.
Die Wüstenwanderung endet für die Blick-Reporterin zwar nicht im gelobten Land, aber gleichwohl mit Happy End. Als die Polizei sie zum Flughafen gebracht habe, sei sie erleichtert gewesen, meldete sie zurück in die Heimat. «Ich wusste, dass ich wohl ausgeschafft werden würde.» Remigration mal anders – über Rückführungen in die Gegenrichtung freuen sich die Betroffenen weniger.