Der Franken hat am Dienstag ein neues Allzeithoch erreicht. Im Handel sank der Euro auf 0,9210 Franken – den tiefsten Wert seit Aufhebung des Mindestkurses im Januar 2015. Der starke Franken ist eine direkte Folge überraschend guter Exportzahlen und wachsender geopolitischer Unsicherheiten.
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Im September stiegen die Schweizer Ausfuhren saisonbereinigt um 3,4 Prozent auf 22,8 Milliarden Franken, wie die Zollverwaltung meldete. Besonders auffällig ist der Anstieg der Exporte in die USA: Nach einem Einbruch im August wegen neuer US-Zölle erholten sie sich im September um 43 Prozent. Der Exportüberschuss lag dennoch nur bei 2,8 Milliarden Franken – deutlich weniger als in den beiden Vormonaten.
Anleger sehen den Franken in turbulenten Zeiten traditionell als sicheren Hafen. Der jüngste geopolitische Druck und die robuste Aussenwirtschaft sorgen für anhaltenden Aufwertungsdruck. Schon im April hatte der Franken stark zugelegt, nachdem Donald Trump als damaliger US-Präsident den «Tag der Befreiung» ausgerufen und damit einen Handelsstreit provoziert hatte.
Der Euro konnte sich im Verlauf des Tages leicht erholen und lag am Dienstagnachmittag wieder bei 0,9230 Franken.