Die Partei Die Linke hat ihre Mitgliederzahl innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Zum Jahresende 2025 zählte sie nach Angaben aus Parteikreisen 123.126 Mitglieder, Ende 2024 waren es noch 58.532. Das berichtet die Bild-Zeitung.
Aus der Parteizentrale heisst es, der Zulauf sei zeitweise so stark gewesen, dass im Frühjahr 2025 sogar Mitgliedsausweise knapp wurden. Die Partei sei deutlich jünger und westdeutscher geworden, das Durchschnittsalter liege inzwischen unter 40 Jahren. Der Frauenanteil erreiche mit 44,6 Prozent einen Höchststand. Besonders stark wuchsen die Landesverbände in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Baden-Württemberg.
BRITTA PEDERSEN / KEYSTONE
Als Gründe nennt die Linke Sorgen vor einem politischen Rechtsruck sowie soziale Ungleichheit.
Gleichzeitig kam es zu Austritten prominenter Mitglieder, vor allem in Berlin. Der frühere Kultursenator Klaus Lederer und weitere Politiker nannten Konflikte über Antisemitismus und die Haltung zum Ukraine-Krieg als Gründe.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner zeigte sich dennoch zuversichtlich und sprach von Rückenwind, insbesondere in Baden-Württemberg.