Die englische Premier League, die finanzstärkste und wichtigste Fussballprofiliga der Welt, hat beschlossen, die «Rainbow Laces»-Kampagne zur Sichtbarkeit und Unterstützung der LGBTQ-Community zu beenden. Die Initiative, die gemeinsam mit der Organisation Stonewall seit acht Jahren umgesetzt wurde, hatte zum Ziel, durch Regenbogensymbole wie Schuhbändel oder Kapitänsbinden für Vielfalt und Toleranz im Fussball zu werben.
Doch nun ist Schluss mit der zur Schau gestellten Diversität und der Transgender-Scheinheiligkeit. Der Fussball wird quasi von der «antiwoken» Realität eingeholt.
Der Grund liegt auf dem Boden der gesellschaftlichen Tatsachen und im gesunden Menschenverstand. Zahlreiche Spieler, besondere aus muslimischen und christlich-konservativen Kreisen, hatten sich geweigert, die Regenbogensymbole zu tragen. Spieler wie Noussair Mazraoui (ein marokkanisch-holländischer Doppelbürger von Manchester United), Sam Morsy (ägyptisch-englischer Spieler von Ipswich Town) oder Marc Guéhi (englischer Christ von Crystal Palace) nahmen öffentlich gegen die Kampagne Stellung.
Zwar kündigte die Premier League an, künftig weiterhin Initiativen zur Unterstützung der LGBTQ-Community durchführen zu wollen, doch die klare Distanzierung vom genderkonformen Zeitgeist macht deutlich: Der englische Fussball mag sich nicht länger als Botschafter einer Minorität missbrauchen lassen, die kaum der Haltung der meisten Fans entspricht.
Die Entscheidung fällt in eine Zeit zunehmender gesellschaftlicher Debatten über queere Rechte in Grossbritannien. Zuletzt hatte unter anderem ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, das Transfrauen im Sinne des Gleichstellungsgesetzes nicht als Frauen anerkennt, für Diskussionen gesorgt. In Bezug auf den Spitzensport ist es aber ein ganz wichtiger Entscheid. Nur so kann die echte Chancengleichheit im Frauensport gewahrt werden.