Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Reaktor-Comeback in Deutschland? Düsseldorfer Unternehmer will alte Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Reaktor-Comeback in Deutschland? Düsseldorfer Unternehmer will alte Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen
Reaktor-Comeback in Deutschland? Düsseldorfer Unternehmer will alte Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Ein Düsseldorfer Unternehmer will stillgelegte deutsche Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen und damit eine der politisch umstrittensten energiepolitischen Debatten neu entfachen. Laut einem der Welt vorliegenden technischen Gutachten ist die Reaktivierung mehrerer Meiler – darunter Brokdorf, Grohnde und Isar 2 – «sicherheits- und genehmigungstechnisch machbar». Der private Investor strebt ein Public-Private-Partnership-Modell an, bei dem der Staat die übergeordneten Rahmenbedingungen setzt, der Betrieb jedoch privatwirtschaftlich erfolgt.

Lukas Barth/DPA/Keystone
Düsseldorf: Laut einem technischen Gutachten sei die Reaktivierung mehrerer Kernkraftwerke «sicherheits- und genehmigungstechnisch machbar». (Symbolbild)
Lukas Barth/DPA/Keystone

Der Vorstoss gewinnt an Brisanz, weil Deutschland seit dem Atomausstieg mit hohen Strompreisen und wachsender Importabhängigkeit konfrontiert ist. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz berechnet laut Welt mögliche Einsparungen in Milliardenhöhe: Die Wiederinbetriebnahme alter Anlagen wäre deutlich günstiger als Neubauten moderner Reaktoren. Auch der französische Atomkonzern Framatome signalisierte Bereitschaft, die technischen Voraussetzungen für einen Neustart zu schaffen.

Politisch jedoch bleibt das Projekt heikel. Die derzeitigen Betreiber der einstigen Atomkraftwerke lehnen eine Rückkehr in den Markt ab. Zugleich würde eine Wiederinbetriebnahme nur mit klaren politischen Signalen funktionieren – etwa langfristigen Stromabnahmegarantien oder einer Anpassung des Atomgesetzes. Ohne diese Perspektiven, so der Unternehmer, «wird sich kein Investor bewegen».

Fachleute verweisen zudem darauf, dass die deutschen Reaktoren zum Teil erst vor wenigen Jahren abgeschaltet wurden und sich in einem deutlich besseren Zustand befinden als ältere Meiler, die im Ausland weiterhin laufen. Technisch seien die Kraftwerke nicht «verbraucht», sondern vorzeitig vom Netz genommen worden.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.