Russlands Präsident Wladimir Putin hat laut einem Bericht des Nachrichtenportals Reuters Bedingungen für mögliche Friedensgespräche im Ukraine-Konflikt formuliert: Demnach ist Russland bereit zu Verhandlungen, sofern der Westen einer dauerhaften Blockade der Nato-Erweiterung schriftlich zustimmt. Putin wolle damit verhindern, dass die Ukraine jemals Teil des westlichen Militärbündnisses wird.
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Mehrere Kreml-interne Quellen erklärten Reuters, Putin habe signalisiert, dass er bereit sei, den Krieg zu beenden – allerdings nur unter der Bedingung eines formellen Sicherheitsarrangements, das die Nato daran hindere, sich weiter auszudehnen. Diese Position habe der russische Präsident in vertraulichen Gesprächen mit hochrangigen Vertretern mehrerer Länder wiederholt.
Ein westlicher Insider soll gesagt haben: «Putin kann mit einem neutralen Status der Ukraine leben, solange dieser garantiert ist und nicht rückgängig gemacht werden kann.» Die russische Seite betont, man strebe keinen vollständigen militärischen Sieg mehr an, sondern bereit sei für eine diplomatische Lösung – unter Wahrung der russischen Sicherheitsinteressen.
Die Nato lehnt solche Forderungen bislang strikt ab. Auch Kiew pocht weiterhin auf seine Mitgliedschaftsperspektive im Verteidigungsbündnis.