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Putin und die Demokratie: Russland wählt an diesem Wochenende seinen Präsidenten. Der Westen spricht bereits von «Manipulation». Zu Recht?

ARD-Expertin Sabine Fischer teilt die Bevölkerung Russlands wie folgt auf: 25 Prozent unterstützten Putin, 50 Prozent seien manipulierbar und unterstützten Putin und 25 Prozent seien gegen den Krieg und gegen Putin.

Man kann davon ausgehen, dass nicht nur 25 Prozent, sondern die grosse Mehrheit der Russen auf ein baldiges Ende des Krieges hofft, dass sie diesen jedoch als notwendig betrachten.

MAXIM SHIPENKOV / KEYSTONE
epa11222016 A Russian voter casts ballot during presidential elections in Moscow, Russia, 15 March 2024
MAXIM SHIPENKOV / KEYSTONE

Für die Behauptung, dass 50 Prozent der Russen «manipulierbar» seien, bietet Frau Fischer weder eine Erklärung noch einen Beleg an. Stattdessen insinuiert sie, dass 50 Prozent der Russen manipulierbar seien, da sie mit der Unterstützung der Bevölkerung für ihren Präsidenten nicht einverstanden seien.

Vorwegnehmen darf man, dass in Russland an diesem Wochenende Wahlen abgehalten werden. In der Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die Wahlen «verschoben». Ein Hinweis dafür, dass die jeweiligen Staatsoberhäupter im Volk Unterstützung finden – oder eben nicht.

Fakt ist, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung Präsident Putin unterstützen. Diese Tatsache reflektieren die vorangegangenen Wahlergebnisse.

Die Russen sind Skeptiker und entscheiden ergebnisorientiert: Seit Präsident Putin im Amt ist, geht es mit Russland aufwärts, und zur grossen Überraschung des Westens – mich eingeschlossen – wächst die russische Wirtschaft trotz Sanktionen und Krieg rasant, ganz im Gegensatz zur deutschen Wirtschaft.

Weiter behauptet Expertin Fischer, dass Präsident Putin in seiner nächsten Amtszeit alles dem Krieg unterordnen werde. Dies ist wiederum eine haltlose Behauptung. Offensichtlich hat Frau Fischer die Rede von Präsident Putin vom 29. Februar weder gesehen noch gelesen. Seine Pläne für die nächste Amtszeit definiert er darin klar: Der Krieg spielt eine untergeordnete Rolle, die zivile Entwicklung eine übergeordnete.

Jeder darf über solche «Expertenaussagen» denken, was er möchte.

Die Stimmung in Russland ist gut, man vertraut Putin, und an der Front sind die Russen den von der Nato unterstützten Ukrainern dermassen überlegen, dass die Armee ein grosses Prestige hat – pro Monat melden sich 30.000 Russen freiwillig bei der Armee. Somit sind Zwangsmobilmachungen wie in der Ukraine kein Thema.

Es ist nicht überraschend, dass die deutschen Medien mit der Zufriedenheit der russischen Bevölkerung, der Stärke der Wirtschaft und Armee in Russland Mühe bekunden. Statt sich um die Interessen Ihrer zunehmend frustrierten eigenen Bevölkerung und der serbelnden Wirtschaft zu kümmern, werden Behauptungen aufgestellt, die den Russen lediglich ein müdes Lächeln abringen.

Russlands Führung hat den Laden im Griff, und das Volk schätzt dies.

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