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Putin sondierte mit Clinton, Bush und Obama: Immer wieder wollte Russlands Präsident mit dem Westen eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur vereinbaren, immer wieder wurde er brüskiert

Wie jeder Krieg endete auch der Kalte Krieg mit einem Sieger und einem Verlierer. Gewonnen hatte der Westen, verloren der Osten. Damit war Europas Nachkriegsordnung Makulatur. Man brauchte eine neue.

Beide Seiten zogen unterschiedliche Konsequenzen. Der Westen tat, was Sieger immer tun: Er nahm, was er wollte. Die Nato wuchs und wuchs.

SUSAN WALSH / KEYSTONE
Putin sondierte mit Clinton, Bush und Obama: Immer wieder wollte Russlands Präsident mit dem Westen eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur vereinbaren, immer wieder wurde er brüskiert
SUSAN WALSH / KEYSTONE

Der Verlierer sorgte sich um seine Sicherheit und warb für eine neue Ordnung, die die Interessen aller berücksichtigen würde.

Wladimir Putin versuchte es vom ersten Tag an. Er sondierte einen Nato-Beitritt Russlands. Bill Clintons Gelächter war bis in den Kreml zu hören.

Der nächste Versuch kam bei George W. Bush, jenem Präsidenten, der tief in Putins Augen geblickt und eine Christenseele entdeckt haben wollte. Der Christ W. dankte es mit dem Plan, Georgien und die Ukraine in die Nato aufzunehmen. Dann kam Barack Obama, der Russland als blosse Regionalmacht verhöhnte.

Dennoch gab Putin nicht auf. Noch Ende 2021 legte Moskau einen Vorschlag für eine europäische Sicherheitsarchitektur vor. Der Westen lehnte ab, ohne einen Blick darauf zu werfen.

Heute ist Russland keine Regionalmacht mehr. Der Krieg hat es gestärkt. Ein Beweis ist das Zweiertreffen mit Trump.

Ein zweiter Hinweis ist, dass Moskau den Krieg zu gewinnen scheint. Wieder wird es Sieger und Verlierer geben. Mal sehen, welche Konsequenzen der Westen diesmal zieht.

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