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Problemzone Weihnachtsmarkt: Innenministerin Faeser rät zu «Wachsamkeit» wegen «hoher Bedrohungslage». Stadt Frankfurt warnt vor rassistischem Getränk

Wenn man sich manche Diskussionen in Deutschland anschaut, könnte man den Eindruck gewinnen, dass wir eigentlich gar keine Probleme haben.

In Frankfurt soll die heisse Schokolade mit Schuss auf dem Weihnachtsmarkt nun nicht mehr «Lumumba» heissen. Der Name würde auf den kongolesischen Freiheitskämpfer Patrice Lumumba zurückgehen und der wurde – falls Sie es noch nicht wussten – einst erschossen. Die Bezeichnung «Lumumba» für einen Kakao mit Schuss sei deshalb rassistisch. Und weil das so ist, bat die Stadt Frankfurt die Budenbetreiber auf den Weihnachtsmärkten, das Heissgetränk in diesem Jahr umzubenennen.

Problemzone Weihnachtsmarkt: Innenministerin Faeser rät zu «Wachsamkeit» wegen «hoher Bedrohungslage». Stadt Frankfurt warnt vor rassistischem Getränk

Dabei ist gar nicht geklärt, ob der Lumumba nun tatsächlich wegen Patrice Lumumba so heisst. Im Internet findet sich immer nur derselbe Verweis. Die Herkunft des Getränkenamens sei ungeklärt. Laut der Journalistin Irene Brinker solle er aber auf Patrice Lumumba zurückgehen. Worauf sich Irene Brinker dabei bezieht, ist indes auch nicht klar. Offenbar reicht ihre Annahme jedoch dafür aus, dass dies nun die offizielle Interpretation ist.

Bislang blieb es bei einer Bitte gegenüber den Veranstaltern, an die sich einige halten und manche nicht. Den Grossteil der Bevölkerung in Deutschland dürften ohnehin andere Probleme auf dem Weihnachtsmarkt umtreiben als der Name eines Getränks. Zum Beispiel die Sicherheitslage in der Bundesrepublik. «Seien Sie wachsam», empfahl vor kurzem Bundesinnenministerin Nancy Faeser im Hinblick auf den Weihnachtsmarktbesuch und meinte damit ganz sicher nicht die politisch korrekte Beschilderung an der Glühweinbude.

Denn ja, auch wenn man es angesichts solcher Debatten leicht vergessen könnte: Wir haben eigentlich andere Probleme in diesem Land. Unkontrollierte Migration, Islamismus oder auch die schlechte Wirtschaftslage. Wenn ich auf dem Weihnachtsmarkt unterwegs bin, sorge ich mich nicht um rassistische Heissgetränke, sondern um multikulturelle Messer im Rücken oder LKW-Fahrten.

Angesichts dessen wäre der vorgeschlagene Alternativname «Tote Tante», wie das Getränk im Norden heisst, allerdings tatsächlich besser. Das wäre dann angesichts der akuten Terrorbedrohung irgendwie auch näher an der Realität.

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