Ich bin kein Olympiakenner und fördere nur mit vielen anderen unseren Skifahrernachwuchs. Wie ich höre, wollen interessierte Kreise die Olympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz durchführen. Auch wenn ich dannzumal kaum mehr am Pistenrand mitfiebern werde: Eine besonders gute Idee scheint mir das nicht. Die kleine Schweiz hätte wohl etliche Mühe, den Publikumsansturm zu bewältigen.
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Ich höre, Olympische Spiele seien gut fürs «Image» unseres Landes. Sie könnten aber auch für negative Schlagzeilen sorgen – was immer wieder vergessen geht.
Die Schweiz hat grundsätzlich einen guten Namen in der Welt, aber es gibt durchaus Kritik. Berechtigte und unberechtigte. Der amerikanische Präsident Donald Trump beispielsweise hat die Schweiz in drei Punkten kritisiert: Es sei ein Fehler gewesen, das WEF in Davos überhaupt besucht zu haben. Das ist Kritik an ihm selbst. Zweitens hat er festgehalten, dass die Schweiz die Zuwanderung nicht im Griff habe. Und drittens sei sie bei der Energieversorgung auf dem Holzweg.
Auch wer die manchmal verhaltensauffällige Art von Trump nicht mag, sollte in der Sache zuhören. Hat er etwa nicht recht, dass wir die eigenständige Regelung der Migration längst aus der Hand gegeben haben und dass im Asylwesen Unordnung herrscht? Und liegt Trump falsch, wenn er das hiesige Verbot des Baus von neuen Kernkraftwerken für falsch hält – und unsere Energieversorgung für unsicher und zu teuer?
Jetzt empören sich Leute über das angebliche «Lästern» von Trump gegen die Schweiz, die mir noch nie als Patrioten aufgefallen sind. Dabei haben wir zwei Ohren und nur einen Mund, damit wir mehr zuhören und weniger reden.