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Positive Aussicht: Warum ein Regimewechsel im Iran die weltweite Ölversorgung in sichere Bahnen leiten könnte

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Positive Aussicht: Warum ein Regimewechsel im Iran die weltweite Ölversorgung in sichere Bahnen leiten könnte
Positive Aussicht: Warum ein Regimewechsel im Iran die weltweite Ölversorgung in sichere Bahnen leiten könnte
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Der Krieg im Iran weitet sich aus. Der Ausgang ist ungewiss.

Wagen wir für einmal einen positiven Blick in die Zukunft.

Sollte es im Iran zu einem Regimewechsel kommen, könnte dieser zu einer erheblichen Verbesserung der weltweiten Ölversorgung führen.

Warum? Der Iran ist ein Öl-Gulliver, der durch Sanktionen und eigenes Verschulden an den Boden gezurrt ist.

VAHID SALEMI / KEYSTONE
Ölraffinerie südlich von Teheran, Iran.
VAHID SALEMI / KEYSTONE

Iran belegt Platz vier auf der Liste der reichsten Erdölländer, Spitzenreiter ist Venezuela. Aber Vorräte allein nützen wenig, wenn sie nicht gefördert und reibungslos geliefert werden.

Und genau das ist das Problem mit den beiden Ölgiganten.

Seit der Revolution 1979 ist der Iran auf dem Ölmarkt ein Störenfried, der fast ununterbrochen für Irritationen sorgt.

Desgleichen Venezuela. Der Abfluss des weltweit grössten Ölschatzes stotterte gehörig. Seit dem Ölstreik 2002 sorgte die korrupt-kommunistische Ein-Parteien-Diktatur immer wieder für Versorgungsengpässe auf dem Weltmarkt.

«Ohne solche Versorgungsrisiken würde die ganze Welt von einer geringeren Volatilität und einer niedrigeren ‹geopolitischen Prämie› profitieren, die im Ölpreis enthalten ist», schreibt Greg Ip, Chefkommentator beim Wall Street Journal. «Langfristig könnte das neue Angebot erheblich sein», so Ip.

Ist genau das das Ziel der USA? Nach den venezolanischen Ölfeldern nun auch die iranischen Lieferungen unter Kontrolle zu bekommen und so China und andere Abnehmer zu kontrollieren?

Durchaus möglich. Vom iranischen Öl selbst indes profitieren die USA kaum direkt.

«Der wirtschaftliche Nutzen für die USA dürfte gering sein», schreibt Ip. «Das Land ist bereits Netto-Exporteur von Erdöl. Kritische Mineralien und Halbleiter sind eine grössere Quelle der wirtschaftlichen Anfälligkeit der USA als Öl.»

Aber sollten sich Venezuela und der Iran von unversöhnlich feindlichen zu zumindest neutralen oder sogar freundlichen Regimes wandeln, sei «der geopolitische Nutzen enorm».

Mehr noch: In den letzten Jahren haben sich arabische Staaten und Israel angenähert. Zeugnis davon sind die von Trump initiierten Abraham-Abkommen.

Sollte demnächst auch eine Normalisierung der Beziehungen zwischen dem Iran und den USA dazukommen, könnte die Gefahr von Nahostkonflikten, welche die Region seit hundert Jahren erschüttern und die Weltwirtschaft bedrohen, deutlich zurückgehen.

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