Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Porsche-Erbe plant Privattunnel in Salzburg – Grüne und Kommunisten sind auf der Palme

Ein geplanter privater Tunnel sorgt in Salzburg für politischen und gesellschaftlichen Sprengstoff: Wolfgang Porsche, Erbe des gleichnamigen Autokonzerns, möchte unter dem Kapuzinerberg eine unterirdische Zufahrt samt Garage zu seiner historischen Villa aus dem 17. Jahrhundert graben lassen. Die Pläne des 81-jährigen Unternehmers, der das Anwesen 2020 für rund neun Millionen Dollar erworben hatte, stossen auf heftigen Widerstand in der Stadt – insbesondere bei linken Parteien und Bürgerinitiativen.

MARIJAN MURAT / KEYSTONE
PRODUKTION - 27
MARIJAN MURAT / KEYSTONE

Der Tunnel soll laut Wall Street Journal etwa 500 Meter lang sein und von einem städtischen Parkplatz durch den Berg bis zu einem unterirdischen Autokeller führen, in dem bis zu zwölf Fahrzeuge Platz finden. Zwar hatte die konservative Vorgängerregierung das Projekt genehmigt und Porsche einen symbolischen Betrag von 40.000 Euro für das Durchbohren städtischen Bodens berechnet, doch seit einem politischen Umbruch im März stehen die Zeichen auf Konfrontation.

Kritiker bemängeln nicht nur die Umgehung öffentlicher Verfahren und die geringe Nutzungsgebühr, sondern auch die soziale Symbolik des Vorhabens: «Es ist nicht akzeptabel, dass ein Superreicher seine politischen Kontakte und sein Geld für ein moralisch verwerfliches Projekt nutzt», erklärte eine Aktivistin.

Die Grünen und die Kommunisten im Stadtrat lehnen das Projekt ab. Eine Entscheidung über die notwendige Flächenumwidmung steht Mitte Mai an. Besonders brisant: Der amtierende Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) sass früher im Aufsichtsrat der Porsche Holding und prüft derzeit, ob er sich bei der Abstimmung enthalten muss.

Ein möglicher Kompromiss könnte darin bestehen, die Zufahrt auch anderen Anwohnern des Berges zu öffnen – oder zumindest einen Teil der renovierten Villa für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Doch der politische Schaden ist bereits angerichtet. «Wenn jemand Geld hat, kommt alles in Bewegung. Für den öffentlichen Verkehr gibt es aber immer Hürden», kommentierte ein Salzburger Designer auf Social Media.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.