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Politico: Schweiz blockiert offenbar Freihandelsabkommen mit Grossbritannien

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Politico: Schweiz blockiert offenbar Freihandelsabkommen mit Grossbritannien
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Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Grossbritannien und der Schweiz geraten wegen eines Streits um Pharmapatente ins Stocken. Das berichtete das Portal Politico.

Im Zentrum steht der Umgang mit sogenannten ergänzenden Schutzzertifikaten (SPC), welche die Patentlaufzeit für Medikamente über die üblichen zwanzig Jahre hinaus verlängern. Die Schweiz verlangt, diese bestehenden Schutzregeln verbindlich im neuen Abkommen festzuschreiben. «Der vorläufige PMI der Euro-Zone lässt die Alarmglocken für Stagflation läuten» – eine andere Baustelle, doch auch hier geht es um wirtschaftliche Unsicherheit: In den Verhandlungen selbst warnen britische Behörden vor steigenden Kosten.

Peter Schneider/Keystone
Schweizer und britische Flagge in Bern (Symbolbild)
Peter Schneider/Keystone

Innerhalb der britischen Regierung zeigt sich ein offener Konflikt. Das Gesundheitsministerium stemmt sich gegen weitergehende Patentschutzregeln, da es höhere Medikamentenpreise und zusätzliche Belastungen für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS befürchtet. Wirtschaftsnahe Stellen wie das Handelsministerium unterstützen hingegen die Forderungen der Pharmabranche und argumentieren mit Investitionssicherheit und Innovationsanreizen.

Brisant ist die Lage auch wegen der Bedeutung der Branche: Die Schweiz gehört mit Konzernen wie Roche zu den global führenden Pharma-Standorten. Entsprechend gross ist das Interesse, bestehende Schutzmechanismen langfristig abzusichern.

Branchenvertreter warnen, ein Verzicht auf klare Regeln könnte dazu führen, dass neue Medikamente später oder gar nicht auf den britischen Markt kommen. Gleichzeitig verweisen Kritiker darauf, strengere Schutzrechte würden die Verhandlungsmacht grosser Pharmakonzerne weiter stärken und die Kosten für öffentliche Gesundheitssysteme erhöhen.

Parallel verschärft sich der regulatorische Wettbewerb: Die EU arbeitet an einer Reform ihres Pharmarechts und prüft Anpassungen bei Patentschutz und Marktzugang. Dies erhöht den Druck auf London, sich Spielraum zu bewahren.

Offiziell betont die britische Regierung, man werde nur ein Abkommen unterzeichnen, das den nationalen Interessen entspreche und den Schutz des Gesundheitssystems wahre.

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