Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Pokerspiel um den Waffenstillstand: Warum der Iran laut Financial Times auf Eskalation setzt

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Pokerspiel um den Waffenstillstand: Warum der Iran laut Financial Times auf Eskalation setzt
Pokerspiel um den Waffenstillstand: Warum der Iran laut Financial Times auf Eskalation setzt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Iran ist laut einem Bericht der Financial Times bereit, den Krieg nur unter klaren Bedingungen zu beenden, und stellt Garantien gegen weitere Angriffe ins Zentrum. Ein dem Regime nahestehender Gesprächspartner sagt: «Iran sagt: ‹Wir brauchen eine Garantie und werden uns nicht zurückziehen, selbst wenn der Krieg ein Jahr dauert.›»

Ohad Zwigenberg/AP Photo/Keystone
5. März 2026: Vom Iran abgefeuerte Raketen ziehen während eines Angriffs über den Nachthimmel Israels.
Ohad Zwigenberg/AP Photo/Keystone

Damit signalisiert Teheran, dass es nicht auf eine rasche Deeskalation setzt, sondern auf einen Abnutzungskrieg. Laut Diplomaten und Experten sieht die Führung den Konflikt als existenzielle Bedrohung und will ihre Abschreckung wiederherstellen. Ein Waffenstillstand komme nur in Frage, wenn die USA und Israel verbindlich zusichern, keine weiteren Angriffe zu führen.

Im Zentrum der iranischen Strategie steht die Revolutionsgarde, die weiterhin Angriffe auf US-Stützpunkte, Infrastruktur im Golf und den internationalen Schiffsverkehr koordiniert. Besonders heikel bleibt die Lage in der Strasse von Hormus: Rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports passiert diese Route. Teheran hat laut westlichen Beamten gezeigt, dass es die Passage effektiv stören kann – ein Druckmittel mit globaler Wirkung.

US-Präsident Donald Trump erklärte, er werde den Krieg beenden, «wenn ich es fühle, ich fühle es in meinen Knochen». Gleichzeitig weist Irans Aussenminister Abbas Araghtschi Berichte über Verhandlungen zurück und bezeichnet sie als «realitätsfern». Auf diplomatischer Ebene ist laut regionalen Vertretern derzeit keine Bewegung erkennbar.

Die USA und Israel haben nach eigenen Angaben Tausende Ziele angegriffen und die iranischen Kapazitäten stark reduziert. Dennoch feuert Teheran weiterhin Raketen, wenn auch in geringerem Umfang. Beobachter gehen davon aus, dass der Iran seine Ressourcen bewusst dosiert, um einen längeren Konflikt durchhalten zu können.

Ob und wann der Krieg endet, hängt damit weniger von kurzfristigen Signalen als von harten Bedingungen ab: Sicherheitsgarantien, wirtschaftliche Zugeständnisse – und die Frage, wie lange beide Seiten den Preis des Konflikts tragen können.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.