Seit der Covid-19-Pandemie steht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei vielen Schweizern in der Kritik. Der WHO wird unter anderem ein zu enges Verhältnis zu China und ein mangelhaftes Krisenmanagement vorgeworfen. Daher lehnen viele einen Einflusszuwachs der Organisation ab.
Die EDU Schweiz geht nun einen Schritt weiter. Die Partei übergab der Bundeskanzlei am Mittwoch eine Petition mit 34.000 Unterschriften unter dem Titel: «Die Schweiz soll aus der WHO austreten!»
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Die Petition der EDU fordert den Beschluss des Parlaments, dass die Schweiz zum nächstmöglichen Zeitpunkt aus der WHO austritt und alle Zahlungen zum nächstmöglichen Zeitpunkt einstellt. Eine gleichlautende Motion hatte EDU-Nationalrat Andreas Gafner in der März-Session 2025 eingereicht.
«Eine WHO-Mitgliedschaft bringt der Schweiz keine Vorteile – ganz im Gegenteil. Die WHO strebt nicht nur mit einem globalen Pandemiepakt nach umfassender Macht. Mit den 2024 beschlossenen ‹Änderungen der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV)› will sie ihre Ziele über einen ‹trickreichen Umweg› erreichen», schreibt die EDU in der Begründung.
Wenn die Schweiz den IGV-Änderungen bis spätestens zum 19. Juli 2025 nicht widerspreche, drohe auch der Schweiz noch mehr Überwachung und Digitalisierung, «Informationskontrolle» (Zensur), Lockdown-Ausrufung durch den Generaldirektor der WHO, Testzertifikat und Impfzertifikat, Impfzwang, Quarantäne und Isolation, contact tracing und Ähnliches. «Das wollen wir verhindern.»
Es bleibt abzuwarten, wie die anderen Parteien auf den Vorschlag reagieren werden. Eine Diskussion ist die Forderung auf jeden Fall wert.
Fest steht nämlich, dass die EDU einen valablen Punkt anspricht: Das Pandemie-Management der WHO ist misslungen. Anstatt dass sich die Schweiz noch weiter an die Organisation bindet, sollte die WHO zunächst Reformen einleiten.