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Parteihopping in Deutschland: Berliner FDP-Vize will fortan für die CDU Wahlkampf betreiben

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Parteihopping in Deutschland: Berliner FDP-Vize will fortan für die CDU Wahlkampf betreiben
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Der Berliner FDP-Politiker Sebastian Czaja tritt aus seiner Partei aus – und will nun im Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner von der CDU unterstützen. Czaja sagte der Bild-Zeitung: «Es besteht die Gefahr, dass eine radikalisierte Linkspartei Führungsverantwortung übernimmt.»

Sebastian Gollnow/DPA/Keystone
Berliner FDP-Politiker Sebastian Czaja.
Sebastian Gollnow/DPA/Keystone

Der bisherige stellvertretende FDP-Landesvorsitzende erklärte, er wolle zur Bildung eines «bürgerlichen Lagers» beitragen, das sich hinter Wegner stellt. Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt. Czaja betonte, er sei mit einzelnen Entscheidungen des CDU-Regierungschefs zwar nicht einverstanden, halte ihn jedoch für die bessere Option im bevorstehenden Richtungsentscheid für die Hauptstadt. «Und da glaube ich schon, dass Kai Wegner dann auch die richtige Wahl für unsere Stadt ist.»

Der 41-jährige Politiker hatte die Berliner FDP bei drei Abgeordnetenhauswahlen als Spitzenkandidat geführt. Seit 2016 stand er zudem an der Spitze der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Nach der Wiederholungswahl im Jahr 2023 verlor die Partei jedoch den Fraktionsstatus, weil sie an der 5-Prozent-Hürde scheiterte.

Der CDU will Czaja nach eigenen Angaben nicht beitreten. Sein Bruder Mario Czaja gehört allerdings der CDU an und war früher Generalsekretär der Bundespartei.

Eine Ende Februar veröffentlichte Umfrage des Instituts Insa für die Bild sieht die CDU derzeit bei 22 Prozent. Das wären sechs Punkte weniger als bei der Wahl 2023. Für die derzeitige schwarz-rote Koalition aus CDU und SPD würde es laut der Erhebung nicht mehr zu einer Mehrheit reichen.

Die SPD käme demnach auf 16 Prozent, die Linke und die Grünen jeweils auf 15 Prozent. Die AfD liegt bei 17 Prozent. Die FDP würde mit 4 Prozent erneut den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.

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