Die Ukraine wird wegen der Zulassung russischer Sportler unter eigener Flagge nicht an der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele in Italien teilnehmen. Das bestätigte das Internationale Paralympische Komitee (IPC) kurz vor Beginn der Spiele am 6. März.
Das IPC hatte im September entschieden, die Sanktionen gegen die Dachverbände Russlands und seines Verbündeten Belarus aufzuheben. Nun teilte das Komitee mit, dass sechs Startplätze an russische Athleten vergeben worden seien, Belarus dürfe vier Teilnehmer entsenden. Die endgültige Entscheidung über die Teilnahme an den Wettbewerben liege bei den italienischen Organisatoren und Behörden.
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Der ukrainische Aussenminister Andrij Sybiha kritisierte die Entscheidung scharf. Auf der Plattform X schrieb er: «Es ist moralisch und politisch falsch, die Flaggen von Aggressorstaaten bei den Paralympischen Spielen zuzulassen, während Russlands Krieg gegen die Ukraine weiter tobt.» Und weiter: «Sport muss für Fairness, Würde und Respekt stehen. Er darf nicht zur Bühne für Regime werden, die genau diese Werte mit Füssen treten.» Sybiha erklärte, er habe die ukrainischen Botschafter angewiesen, auch andere Länder zu einem Fernbleiben von der Eröffnungsfeier zu bewegen.