Die Bundeswehr wird sich ab 2026 an der polnischen «Operation Ostschild» zur Sicherung der Nato-Ostflanke beteiligen. Deutsche Soldaten sollen beim Bau von Sperranlagen nahe der Grenzen zu Kaliningrad und Belarus helfen. Dies berichtet die Bild-Zeitung.
Nach Angaben des deutschen Verteidigungsministeriums wird sich «eine mittlere zweistellige Zahl Soldatinnen und Soldaten des Heeres und des Unterstützungsbereiches» an der Operation beteiligen. Zu den Aufgaben zählen laut Sprecher «Pioniertätigkeiten», darunter «das Anlegen von Stellungen, die Errichtung von Grabenanlagen, das Verlegen von Stacheldraht oder das Errichten von Panzersperren». Der Einsatz soll im zweiten Quartal 2026 beginnen und nach derzeitigen Planungen bis Ende 2027 dauern.
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Ein Bundestagsmandat ist nach Darstellung des Ministeriums nicht erforderlich. Zur Begründung hiess es, es handele sich nicht um «einen Einsatz bewaffneter deutscher Streitkräfte im Ausland im Sinne des Parlamentsbeteiligungsgesetzes», zudem sei «nicht mit einer unmittelbaren Gefährdung der Soldatinnen und Soldaten durch militärische Auseinandersetzungen zu rechnen».
Deutschland unterstützt Polen bereits seit November 2024 bei der Luftraumverteidigung, unter anderem mit Patriot-Systemen und einer Alarmrotte der Luftwaffe in Malbork. Mit der Beteiligung an der «Operation Ostschild», die Polen seit Mai 2024 umsetzt, soll die Abschreckung gegenüber Russland und Belarus weiter verstärkt werden.